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O

OCR

Optical Character Recognition

Bezeichnet optische Zeichen- bzw. Buchstabenerkennung: papierene Text-Vorlagen, die mit einem Scanner in den Computer eingelesen wurden, werden in editierbare Text-Dokumente umgewandelt. Aktuelle OCR-Software wie Omnipage oder Rekognita sind nicht mehr auf spezielle OCR-Schriften angewiesen, sondern können auch Fonts erkennen, wie sie beim Buchdruck oder für Zeitungen eingesetzt werden. Mit Handschriften gibt es aber immer noch Probleme.

 

ODBC

Open DataBase Connectivity (offene Datenbankverbindung)

Standardisierte Methode, die den Zugriff auf Datenbanken erlaubt, ohne dabei zu berücksichtigen, aus welchem Programm oder von welchem Betriebssystem aus der Zugriff erfolgt.

ODBC beruht auf einer Spezifikation, die von der SQL-ACCESS-Group (SAG) unter Federführung von Microsoft ins Leben gerufen wurde.

 

OEM

1. Original Equipment Manufacturer - Hersteller, der Teile von anderen Herstellern kauft diese (nach Absprache) unter eigenem Namen auf den Markt bringt, als sogenannte OEM-Version.

2. Gleichzeitig auch die Bezeichnung für diese Produktvarianten, die oft nicht für den Endkundenmarkt bestimmt sind. OEM-Versionen gibt es im Hardware und Software-Bereich. Die OEM-Geräte sind in erster Linie für den direkten Einbau in einen Komplett-PC gedacht. Die aufwändige Verpackung fehlt in der Regel und die OEM-Versionen sind günstiger. Selbiges gilt auch für OEM-Software, hier fehlt oft das Handbuch oder dieses liegt nur zum Ausdrucken als Datei bei.

3. Office of Emergency Management - Eine 1996 gegründete Einrichtung der Stadtverwaltung von New York für den Katastrophenschutz

 

OFDM

Orthogonal Frequency Division Multiplexing

Das Konzept von OFDM ist bereits 28 Jahre alt. Aber aufgrund der enormen Fortschritte im Bereich der Mikroelektronik und der Signalverarbeitung werden diese Verfahren seit etwa 10 Jahren auch in der Praxis eingesetzt (DVB, DAB, DSL, PLC).

Die grundlegende Idee von OFDM, wie in jedem anderen Mehrträgersystem auch, ist es, das Ausgangsproblem der Übertragung eines (oder mehrerer) breitbandiger Signale zu überführen in die Übertragung einer Menge von schmalbandigen, orthogonalen Signalen, so dass die Einflüsse des Kanals besser modelliert werden können. Diese schmalbandigen Signale werden aufgrund ihrer Orthogonalität mit der grösst möglichen spektralen Effizienz übertragen (keine spektralen Löcher und sogar Überlappung der Spektren benachbarter Träger).

OFDM teilt den Datenstrom in N parallele kleinere Datenströme und sendet jeden der N Teilströme auf einem eigenen Unterträger. Die Unterträger sind orthogonal zu einander, da ein bestimmter Frequenzabstand eingehalten wird. Eine spektrale Überlappung der Träger ist erlaubt, da die Orthogonalität eine Unterscheidbarkeit sicherstellt und es wird eine bessere Spektraleffizienz als bei dem einfachen FDM (Frequency Division Multiplexing) erreicht. Das folgende Diagramm zeigt den Unterschied zwischen OFDM und dem gewöhnlichen FDM (Frequency Division Multiplexing). Man sieht, dass OFDM bedeutend weniger Bandbreite braucht je mehr Unterträger man hat.

Die Orthogonalität wird durch Modulation mit orthogonalen Basisfunktionen sichergestellt. Die meisten Mehrträgerverfahren in der Literatur verwenden Basisfunktionen der diskreten Fouriertransfomation (DFT) als orthogonale Träger. Vor einiger Zeit wurden aber auch Teilbandtransformationen mit Basisfunktionen, die eine wesentlich bessere Frequenzlokalisierung haben wie die DFT-Basis, als orthogonale Basis für Mehrträgerverfahren vorgeschlagen.

Unabhängige, nichtverzerrende Teilsysteme hat man aber nur bei idealen Kanälen. In der Praxis entsteht in verzerrenden Kanälen häufig ein Verlust an Orthogonalität aufgrund verschiedener Interferenzen. Man unterscheidet

  • Intersymbolinterferenz (ISI) - Verlust der Orthogonalität im Zeitbereich
  • Interkanalinterferenz (ICI) - Verlust der Orthogonalität zwischen den Teilsystemen
In der Literatur werden diese beiden Phenomäne häufig unter dem Begriff Multidimensinal Interference (MDI) zusammengefasst. Je nach Zielsetzung gibt es zur Bekämpfung dieser Probleme unterschiedliche Ansätze. Beispielsweise werden Entzerrerstrukturen, die im wesentlichen auf den bekannten Prinzipen der adaptiven Datensignalentzerrung und der Folgen- bzw. Symbolschätzern bei den Detektionsalgorithmen beruhen, verwendet, um die Interferenzen zu beseitigen.

Ein Nachteil, der besonders stark bei dem DFT-basierenden OFDM hervortritt, ist die spektrale Überlappung der Übertragungsfunktionen der Filter der einzelnen Teilkanäle.

 

Ogg Vorbis

Die Xiph.Org Foundation stellt nach einjähriger Entwicklung die Version 1.0 des Dateiformates Ogg Vorbis vor. Im Gegensatz zu MP3 ist Ogg Vorbis nicht proprietär, sondern Open-Source. Hersteller von Musikgeräten und Software müssen somit für das neue Format keine Lizenzgebühren berappen. Das neue Audioformat braucht nur halb so viel Speicherplatz wie MP3. Ausserdem sollen laut Xiph.Org Foundation mit Ogg Vorbis komprimierte Musikstücke deutlich besser klingen. Fileendung solcher Audiostreams erklärt sich in den meisten Fällen durch ".ogg"

 

OLE

Objekt Linking and Embedding

OLE ist eine Methode zur gemeinsamen Nutzung von Informationen. Hierbei werden Daten aus einem Quelldokument mit einem Zieldokument verknüpft bzw. in dieses eingebettet. Wenn die eingebetteten Daten im Zieldokument markiert werden, wird wieder die Quell-Anwendung geöffnet, damit die Daten in gewohnter Umgebung mit den notwendigen Funktionen bearbeitet werden können.

 

OnBoard

Unter OnBoard wird Hardware wie Soundkarte, Grafikkarte, Netzwerkkarte usw. verstanden, welche üblicherweise als Erweiterungskarte in einem PC-System integriert, hier aber bereits auf dem Mainboard integriert ist. Das heisst, das Mainboard inkl. dieser Erweiterungen stellt eine einzige Platine dar.
Der Vorteil solcher Einheiten liegt darin, dass sie sehr zuverlässig und schnell arbeiten. Ein Nachteil ist vielleicht, dass solche Mainboards nicht immer ganz einfach aufgerüstet werden können.

 

On-The-Fly

Dieser Begriff beschreibt den gleichzeitigen Ablauf verschiedener Prozesse - Beispiele:

  • es gibt einige Menschen, die während des Redens auch noch denken können
  • Fehlerkorrektur während einer Datenübertragung (ECC)
  • Die Zusammenstellung der auf eine CD-R zu übertragenden Daten erfolgt während des Brenn-Vorganges. Durch die Option "On-The-Fly" wird keine Image-Datei vor dem Brennvorgang angelegt. Allerdings sollte bei "On-The-Fly" die Festplatte bzw. das Quell-CD-Laufwerk schnell genug sein, um den CD-Brenner mit einem kontinuierlichem Datenstrom versorgen zu können, ansonsten wird ein Buffer-Underrun produziert was einen defekten Rohling zur folge haben kann

 

OpenGL

Open Graphics Library

Eine 3D-Software-Schnittstelle (3D-API), die ab Windows NT fester Bestandteil von Windows ist (für Windows 95 ist ein entsprechender Nachtrag verfügbar). OpenGL basiert auf Iris GL von Silicon Graphics (SGI) und wurde von Microsoft lizensiert.

 

Original-Ton

Original-Ton bezeichnet den Ton-Inhalt z.B. eines Spielfilms, welcher mit der Zweikanal-Ton-Technik übertragen wird. Beim Original-Ton handelt es sich um den ursprünglichen, originalen Ton eines Films. Bei Zweikanal-Ton-Sendungen wird dieser meistens auf Kanal 2 übertragen. Es kann bei allen Zweikanal-Ton tauglichen TV- und Video-Geräten zwischen Synchron- und Originalton umgeschalten werden. 

-> siehe Zweikanal-Ton

 

orthogonal, Orthomodus, Orthogonalität

Einstellung in CAD- und Grafikprogrammen, die die Eingabe von neuen Linien und anderen Elementen nur in definierten Winkeln zulässt (meistens 90°-Schritte).

Projektion lotrecht von oben (Grundriss) oder von der Seite (Ansichten).

Eine Gerade, die rechtwinklig zu einer anderen Gerade steht, wird Orthogonale genannt.

Zwei Vektoren heissen orthogonal zueinander, wenn ihr Skalarprodukt 0 ergibt. Geometrisch bedeutet dies, dass die beiden Vektoren in einem rechten Winkel zueinander stehen.

 

OSI

Open System Interconnection   oder   Open Systems Interconnect

OSI ist ein offenes Schichtenmodell, das seit den 70er Jahren entwickelt wird und standardisiert wurde.

Die Arbeit am OSI-Modell wurde bis Ende 1983 weitgehend unabhängig voneinander innerhalb von ISO und ITU geleistet. Dies führte zu zwei Entwürfen, die beide ein Sieben-Schichten-Modell vorsehen. Das Sieben-Schichten-Modell geht im Wesentlichen auf die Arbeiten einer Gruppe bei Honeywell Information Systems zurück, welche bis 1977 ein Sieben-Schichten-Modell unter dem Namen "Distributed System Architecture" entwickelten. Ende 1983 zog ITU seinen Entwurf zurück, unter der Bedingung, dass am ISO-Entwurf einige Veränderungen im Sinne von ITU vorgenommen wurden. Seit 1984 arbeiteten ITU und ISO zusammen an einem gemeinsamen OSI-Modell.

Ein Schichtenmodell versucht die verschiedenen Problembereiche der computervermittelten Kommunikation auf Schichten klar zu verteilen, die aufeinander aufbauen. Ein elementares Schichtenmodell mit zwei grundlegenden Schichten würde also folgendermassen aufgebaut sein:

Anwendungenorientierte Schicht (Applications Oriented Layer):
Diese Schicht beinhaltet die fehlerfreie und ungehinderte Datenübertragung von Computer zu Computer ohne Rücksicht auf die anwendungsbezogene Bedeutung dieser Daten. 

Endsystem-zu-Endsystem orientierte Schicht (End-System to End-System Oriented Layer):
Diese Schicht beinhaltet die anwendungsbezogene Bedeutung der übertragenen Daten.

ISO/OSI-Modell

ISO/OSI-Schicht Funktion
Anwendungsschicht (höchste Schicht) Datenübertragung von Programm zu Programm
Darstellungsschicht Textformatierung und -anzeige Codeumwandlung
Kommunikationssteuerschicht Aufnahme Durchführung und Koordinierung der Kommunikation
Transportschicht korrekte Bereitstellung Qualitätssicherung
Netzwerkschicht Transport-Wegsteuerung Nachrichtenverarbeitung und -übertragung
Sicherungsschicht Codierung Adressierung und Datenübertragung
physikalische Schicht Hardware-Verbindungen

Vorteile eines Schichtenmodells sind: 

  • Spezialisierung:
    Entwickler können sich auf die Probleme jeweils einer Schicht konzentrieren und damit mit der unterschiedlich schnellen technischen Entwicklung besser Schritt halten.
  • Geringere Kosten:
    Man kann die Ausrüstung (Implementierungen) für eine Schicht ändern, ohne alle anderen Schichten ändern zu müssen.
  • Wahlfreiheit:
    Der Endnutzer kann durch die Wahl unterschiedlicher Implementierungen für seine Probleme massgeschneiderte Lösungen zusammenstellen. 

OSI bezieht sich auf die Verbindung und Zusammenarbeit von Systemen. Das OSI-Referenzmodell besteht aus sieben Schichten. Diese Schichten sind keine Protokolle, sondern geben Funktionen wieder. OSI selbst definiert die Dienste und Funktionen, die auf den einzelnen Schichten erfüllt werden sollen, definiert aber nicht die Standards, die diese Dienste und Funktionen verwirklichen. So können die Funktionen einer Schicht auch durch unterschiedliche Protokolle erfüllt werden.

Obwohl weitgehend Übereinstimmung darüber herrscht, welche Standards als Implementationen zu OSI anzusehen sind, gibt es keine normierte Liste, welche Standards zu OSI gehören. Eine Gesamtheit von Protokollen, wobei jede Funktion im OSI-Modell durch ein einziges Protokoll erfüllt wird, heisst "Protocol Suite" oder "Protocol Stack". Wichtige Protocol Suites sind die Protokolle der öffentlichen Kommunikationsnetze (PTT), Internet, MAP (Manufacturing Automation Protocol), TOP (Technical and Office Protocols).

 

 

 

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