J |
Jack
JavaJava ist eine von der Firma Sun entwickelte Programmiersprache für Hypermedia-Dokumente, die dem Entwickler erlaubt, WWW-Seiten mit verschiedenen, auch interaktiven Spezialeffekten, auszustatten. Zur Ausführung von Java-Programmen wird eine "Java Virtual Machine" benötigt. Damit lassen sich Java-Programme auf nahezu jedem Computer, unabhängig von dessen Hardware oder Betriebssystem ausführen - und im Prinzip auch auf Fernsehern, Rasenmähern und Telefonen. Ursprünglich war Java zur Steuerung von Set-Top-Boxen für Fernsehgeräte gedacht. Die Einführung der neuen Sprache versetzte die Software-Industrie aber in eine allgemeine Aufbruchstimmung. Mit ihr verband sich die Vorstellung vom einfachen und preiswerten Netzcomputer (NC), der keine Festplatte mehr besitzt, sondern sich die Programme bei Bedarf aus dem Internet lädt. Weil solche Computer keine Betriebssysteme wie Windows benötigen, wäre es ausserdem möglich, die Dominanz der Firma Microsoft zu brechen. Ausserhalb der USA standen die Telefonkosten einem solchen Konzept jedoch immer im Weg. Bei den sogenannten Intranets (auf Internet-Technik basierende PC-Netze innerhalb von Unternehmen) versprachen sich viele Firmen allerdings Kostensenkungen durch die simplen Netzcomputer. Hier wird die Software nicht aus dem Internet, sondern von einem zentralen Server innerhalb der Firma geholt. 1999 wollte Sun die Verbreitung von Java einen zusätzlichen Schub versetzen und gab den Quellcode, das Herzstück der Programmiersprache, an Software-Entwickler umsonst weiter. Lizenzgebühren müssen die Entwickler dann nur noch zahlen, wenn sie mit Java erstellte Programme verkaufen.
Java3DDas Sun-Projekt Java 3D ist eines der jüngeren aller 3D-Modelle und stammt aus dem Dezember 1998. Parallel dazu arbeitet Sun aber auch im Rahmen einer eigens gegründeten Arbeitsgruppe "VRML-Java 3D" eng mit dem Web 3D Konsortium (dem vormaligen VRML-Konsortium) zusammen, um einen effizienten Java-3D-Renderer für VRML 97-Szenen als OpenSource zu entwickeln . Technisch gibt es eine klare Abgrenzung zwischen VRML und Java 3D:
Die Beziehungen ähneln in Grundzügen also dem Verhältnis zwischen HTML und JavaScript: HTML ist eine Seitenbeschreibungssprache, während JavaScript eine Programmiersprache ist, die sich theoretisch auch ausserhalb von HTML-Seiten nutzen liesse. Das Konzept von Java 3D konzentriert sich nicht ausschliesslich auf statische 3D-Welten, es unterstützt ebenso das Erstellen von dynamischen 3D-Welten. Allgemein arbeitet Java 3D mit drei verschiedenen Rendermodi (retained und compiled-retained, immediate mode). Sie bestimmen die Art und Weise, wie die darunterliegende Java-3D-Bibliothek ein bestimmtes 3D-Modell darstellt:
JBODJust a Bunch of Disks Bei der JBOD-Konfiguration werden einzelne Platten am RAID-Controller zur Serverseite auch als einzelne Laufwerke gemeldet. JBOD ist kein RAID-Level, wird aber von den meisten Controllern unterstützt.
JiniJava Intelligent Network Infrastructure Im Rennen um das ideale Netz, das die Netzwerktechnologie revolutionieren soll, stellte Sun Mitte 1998 seine Jini-Technologie vor. Für die Java-basierende Technologie, die ein sogenanntes "spontanes Networking" der Geräte erlaubt, haben bereits mehrere Unternehmen Lizenzen erworben: So veröffentlichte Cisco Anfang Januar 1999 ein Jini-Kabelmodem und eine Jini-Harddisk von Quantum stellte Sun bereits im Dezember 1998 vor. Jini soll regeln, wie Computer und andere Geräte sich miteinander im Netzwerk unterhalten. Jini baut zwar auf Java auf, enthält aber mehr als nur ein paar Java-Softwarebibliotheken. Die im Source verfügbare "Firmware" soll es möglich machen, dass Geräte ohne Konfigurierung einfach nur im Netzwerk angesteckt werden können und gleich laufen - wie ein Telefon in der Telefonbuchse. Das Gerät kann sich selbst identifizieren, das Netzwerk antwortet und los geht's - die technischen Daten werden dabei gleich mit übertragen, damit die Treiberauswahl nicht mehr von Hand erledigt werden muss. Ein Drucker etwa würde seine Auflösung und Farbinformation mitsenden. Die Silicon-Valley-Postille Mercury News hofft, dass damit Natels, kleine tragbare Computer und Stereoanlagen endlich miteinander kommunizieren können und so neue Märkte entstehen. Jini soll die Art, wie ein Netzwerk funktioniert, total umkrempeln: Statt wie im Client-Server-Modell soll Jini automatisch auch eine Ressourcenverteilung steuern. Grosse Hersteller wie Ericsson und Quantum waren bereits vorher über die Pläne der Sun-Techniker informiert, berichtet die Mercury News, und noch mehr Unternehmen gaben an, bereits kommerzielle Produkte auf dieser Basis zu planen. Quantum beispielsweise könne Festplatten nicht mehr nur an PC-Hersteller, sondern an jedermann verkaufen, der sie einfach nur ansteckt, wo er sie braucht. Die Geräte und ihre Daten innerhalb des Netzwerkes werden über einen "Lookup Service" - ähnlich den Nameservern im Internet, aber verteilt - bereitgehalten. Cheftechniker Greg Papadpoulos nennt dies "spontanes Networking" - denn einmal etwas angesteckt, weiss es schon das ganze Netz. Die Wall Street war entzückt, weil Sun sich auf ein kleines Problem konzentriert statt alles neu bauen zu wollen: Jini läuft auf allen verbreiteten Netzwerk-Protokollen. Einziges Problem wird nun die Marktakzeptanz. Novells-Chef Eric Schmidt spricht dazu aus Erfahrung: "Es ist halt nicht von Microsoft" - man bräuchte sehr viel strategisches Geschick, um einem Konter des Softwareriesen etwas entgegenzusetzen.
JitterFlattern, Impulszeitfehler eines Signals, der zum Verlust der Synchronisierung führen kann.
JPEG / JPGJoint Photografic Expert Group Das Expertengremium erarbeitet seit 1988 international gültige Standards auf ISO und ITU-Basis für JPEG und JBIG. Der offizielle Titel dieses Gremiums lautet ISO / IEC JTC1 SC29 Working Group 1. Das Bildformat bietet ähnliche Merkmale wie GIF-Bilder, kann aber bis zu 16.7 Mio. Farben darstellen und unterliegt keinen Copyright-Merkmalen. Die JPEG-Kompression beschränkt sich nicht auf das Packen von Daten nach den üblichen Algorithmen, sondern beinhaltet raffinierte Verfahren, die selektiv einzelne Bildinformationen löschen, was bei sehr hohen Kompressionen zu störenden, rechteckig-verschachtelten Bildflecken - sogenannten "Artefakten" - führen kann. Die Kompressionsrate ist in der Regel einstellbar.
JScriptJScript ist eine von Microsoft als Reaktion auf Netscapes JavaScript erfundene Skriptsprache, mit deren Hilfe man dynamische Effekte in HTML-Seiten erstellen kann. Der Funktionsumfang von JScript (auch bekannt als "Windows Scripting Host") ist zwar grösser, jedoch zu Windows-spezifisch, um universell eingesetzt zu werden. Aus diesem Grund werden Webseiten fast nur mit JavaScript entwickelt.
JVM / JavaVMJava Virtual Machine Die Java Virtual Machine ist für die Ausführung von Java Programmen notwendig. Heute gibt es für alle wesentlichen 32-bit Betriebssysteme eine Java Virtual Machine, welche Java Programme interpretieren können. Zur Beschleunigung der Programme wurden Just-In-Time (JIT) Compiler entwickelt, welche die Programme unmittelbar nach dem Kopieren auf den eigenen Rechner compilieren, was die Ausführungsgeschwindigkeit massiv steigert.
|
|