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I

IAS

IrDA definiert einen Informationsdienst, welcher die in einer Station vorhandenen Dienste und Anwendungen beschreibt. Dazu müssen diese im Information Access Service (IAS) eingetragen werden. Der Zugriff erfolgt durch ein Client-Server-Modell. Dazu sendet der Client seine Anforderungen gemäss dem Information Access Protocols IAP (IAP wird nur innerhalb IAS verwendet) an andere Geräte. Der angesprochene IAS-Server antwortet auf die Anfragen eines Clients, indem er die Inhalte seiner Datenbank ausliest. Solche Anfragen betreffen beispielsweise den Namen des Geräts, optionale Dienste oder die unterstützte Version von IrDA. Der Server verwendet lokale Informationen (IAS-IB), ähnlich denen einer MIB bei SNMP. Diese Informationen können fest abgelegt sein (z.B. bei einem embedded System wie einer Armbanduhr) oder sie können über eine Schnittstelle API bei der Registrierung und De-Registrierung gesetzt werden, wie z.B. bei einem PAD.

Die IAS Information Base (IAS-IB) ist eine Sammlung von Objekten, welche die verfügbaren Services für eingehende Anforderungen beschreiben. Die Information Base besteht aus einem Class Name und einem oder mehrere Attributen.

Die Informationen der IAS-IB werden mittels GetValueByClass ausgelesen. Der angesprochene Teilnehmer gibt den Class Name (z.B. Drucker) und den Namen des gewünschten Attributes (z.B. LSAP-SEL) an. Über entsprechende Return Codes wird der Erfolg bzw. Status der jeweiligen Operation mitgeteilt.

 

IBM

International Business Machines Corporation

Seit 1929 ist IBM der grosse US-Hersteller von Grossrechenanlagen und Personal Computern.

Die IBM Deutschland wurde 1910 in Berlin als DEHOMAG (Deutsche Hollerith-Maschinen-Gesellschaft) gegründet, an der die CTR und spätere IBM ab 1922 mit 80% beteiligt war. 1949 wurde die DEHOMAG in Internationale Büro-Maschinen GmbH (IBM), 1971 in IBM Deutschland GmbH umbenannt.

 

IC

Integrated Circuit   (integrierter Schaltkreis)

In einem Prozessor sind durch die extrem kompakte Bauweise viele Schaltkreise enthalten, dies wird als integrierter Schaltkreis, IC oder Chip bezeichnet . Die integrierten Schaltkreise werden nach ihrer Packdichte unterschieden. Es gibt Schaltkreise, die mehrere Millionen Schaltfunktionen beinhalten.

Das zugrundeliegende berühmt-berüchtigte Kilby-Patent 320 275 (kurz 275 genannt) feiert in 1998 seinen 40sten Geburtstag. Am 12. September 1958 erfand der Texas Instruments (TI)-Ingenieur Jack St. Clair Kilby die integrierte Schaltung (aus Germanium, Bild rechts) kurz bevor die Fairchild-Konkurrenz unter der Leitung von Robert Noyce ähnliches beim Patent Office einreichte. Fairchild brachte dann allerdings lange vor TI die integrierten Schaltungen lauffähig auf den Markt. Ein zehnjähriger Patentrechtsstreit zwischen Fairchild und TI endete mit einem Vergleich.

Anschliessend machte sich Noyce zusammen mit einem weiteren Fairchild-Mitarbeiter namens Gordon Moore auf, um Integrated Electronics, kurz Intel genannt, zu gründen. Andrew Groves - der Mann des Jahres 1997 (laut Times) - kam ebenfalls von Fairchild und wurde als "Director of Operations" eingestellt.

Dank des Golddukatenesels Kilby konnte sich TI in der Folgezeit auf milliardenschweren Lizenz-Tantiemen ausruhen, und so wird der Geburtstag von TI sicherlich mehr mit einem weinenden denn mit einem lachenden Auge gefeiert: schliesslich läuft das Patent weltweit allmählich aus. In Japan konnte TI allerdings noch bis Ende 2001 abkassieren, da das Patent erst 1989 anerkannt wurde.

 

ICQ

Abkürzung für "I seek you" -> lautmalerisch zu verstehende Floskel: "Ich suche dich!"

Anfänglich nutzte nur eine kleine Gemeinschaft ICQ. Die Technik bzw. die Idee wurde 1996 entwickelt und stammt von vier jungen Israelis der eigens hierfür gegründeten Firma Mirabilis. Seither stieg die Zahl der Nutzer rapide: In 21 Monaten registrierten sich laut Mirabilis über 16 Millionen Benutzer, zu Spitzenzeiten verwenden weit mehr als eine halbe Millionen Anwender gleichzeitig den kostenlosen Dienst.

ICQ vermittelt seinen Benutzern Nachrichten und Kommunikationswünsche - vor allem Online-Statusmeldungen und Einladungen zum Chat. Anders als die Chat-Foren im WWW und das Internet Relay Chat (IRC) verwaltet ICQ nicht nur Kanäle, in denen sich die Chatter themenorientiert treffen. Statt dessen führt jeder Benutzer eine Liste mit Leuten, deren Status ihn interessiert - und den der ICQ-Client (eine spezielle Software) dann auflistet (gegebenenfalls nur mit dem Einverständnis der Anwender). Ausser "online" und "offline" bietet ICQ noch eine Reihe feinerer Abstufungen, die dem Rest der Welt mitteilen, wie verfügbar man gerade ist: "Away", "Extended Away", "Occupied", "Do Not Disturb", "Invisible" und "Free for Chat". Je nach Status zeigt der ICQ-Client mehr oder weniger Nachrichten an und lehnt, wenn gewünscht, generell alle eingehenden Angebote ab. Die Abwesenheitsstufen lassen sich auch an den Bildschirmschoner koppeln und nach voreingestellten Zeiten "hochzählen". 

Eine entsprechende Ausgangskonfiguration vorausgesetzt, steht der eigene Status normalerweise jedem Interessierten zur Verfügung. Der Invisible-Modus begrenzt zeitweilig den Personenkreis, der "Online"-Meldungen über den Benutzer bekommt, auf die Mitglieder einer speziellen "visible"-Liste. Umgekehrt kann man auch nervende ICQ-User auf eine Negativliste (invisible list) setzen: Für solche Zeitgenossen ist man generell "Offline", egal welchen Status man wählt.

 

ID3-Tag

Der ID3-Tag ist quasi das "Inhaltsverzeichnis" einer MP3-Datei. Hier stehen Informationen zu Titel, Interpret, Album, Jahr, Genre und mehr zur Verfügung. Damit ein Soft- oder Hardware-MP3-Player ID3-Tags anzeigen kann, muss er dazu konzipiert sein. Ist dies der Fall, so werden die Informationen auf dem Display angezeigt. Bei einigen MP3-Playern kann sogar selbst konfiguriert werden, was auf dem Display angezeigt werden soll.
Ein ID3-Tag kann mit fast jedem bekannten Software-MP3-Player auf dem PC editiert werden. Des Weiteren findet man im Internet massenweise Programme, die ein Editieren des ID3-Tags ermöglichen.

 

IDE

Integrated Drive Electronics  oder  Integrated Device Equipment  oder  Intelligent Drive Electronics

IDE bedeutet, dass die Steuerelektronik bei IDE-Laufwerken sich auf dem Laufwerk selber befindet und somit kein separater Controller notwendig ist.
Mit der Einführung des IDE-Standards wurde ein Grossteil der Controller-Logik auf die Festplatte verbannt, so dass eine auf die Festplatte abgestimmte Logik eine höhere Effizienz ermöglicht. Zusätzlich ist es erst dadurch möglich, abweichende oder neue Technologien oder gar andere Laufwerksarten am IDE-Bus zu betreiben. 
Damit es zu keinem durcheinander kommt wenn zwei IDE-Laufwerke an einem einzigen Kabel angeschlossen sind (da zwei Controller, je einer pro Laufwerk), wird je ein IDE-Laufwerk als "Master" und eines als "Slave" benannt. Der Controller des Master-Gerätes übernimmt damit auch die Steuerung des Slaves. Man kann also sagen, der Slave darf nur dann senden, wenn der Master es erlaubt.
Die möglichen Geschwindigkeiten kann man je nach Laufwerkstyp und BIOS einstellen oder automatisch auswählen lassen. Normalerweise empfiehlt es sich immer die höchstmögliche Geschwindigkeit, welche das Laufwerk unterstützt, zu wählen, oder das ganze automatisch wählen zu lassen.

 

IEEE-1284

Institute Of Electric And Elctronic Engineers

Die IEEE1284 definiert die Eigenschaften einer parallelen Schnittstelle zwischen Host (z.B. PC) und Peripheriegeräten, wie Druckern, Scannern, CD-Rom Laufwerken, usw. . 

Damit soll festgelegt werden, dass Geräte unterschiedliche Hersteller über die gleiche parallele Schnittstelle betrieben werden können (d.h. das Interface kompatibel ist) An den in der IEEE1284 festgelegten Standardisierungen arbeiten Firmen wie z.B. Intel, Zenith Data Systems für den EPP Mode bzw. Microsoft und Hewlett-Packard für den ECP Mode. Es werden 5 Betriebsmodi für die parallele Schnittstelle unterschieden:

  • Compatible (nach dem Centronics Printer Interface)
  • Nibble (Halb-Byte bidrektionale Datenübertragung)
  • Byte (byteweise bidrektionale Datenübertragung)
  • EPP (Enhanced Parallel Port)
  • ECP (Enhanced Capabilities Port)

IEEE1284 ist somit der Nachfolger des proprietären Centronics-Standards.

-> siehe parallel, LPT

 

IEEE-1394

Institute Of Electric And Elctronic Engineers

Die IEEE-1394 ist auch bekannt unter dem Namen FireWire oder iLink.

-> siehe FireWire

 

IEEE-802.11

Institute Of Electric And Elctronic Engineers

Die Standardisierungsvereinigung des US-amerikanischen Ingenieurverbands IEEE hat mit dem Standard IEEE-802.11 ein drahtloses Übertragungs-Protokoll spezifiziert. Die Wireless-LAN Association hat dabei die Aufgabe, die Verbreitung des Standards durch Marketing- und Informationsaktivitäten zu unterstützen. Die Wireless-Ethernet-Compatibility-Alliance zertifiziert die Interoperatibilität der 802.11-kompatiblen Geräte, die in diesem Zusammenhang auch unter dem Markennamen Wi-Fi (Wireless Fidelity) vermarktet werden.

Neben dem ursprünglichen 802.11-Standard existieren darüber hinaus einige Erweiterungen - darunter sind erwähnenswert:

  • IEEE 802.11: MAC-Protokoll und Übertragungsverfahren (PHY) für drahtlose Netze, 1997 zunächst nur für 2 Mbps bei 2.4 GHz definiert
  • IEEE 802.11 b: Erweiterung des Standards um eine höhere Datenrate (11 Mbps) unter Beibehaltung des Frequenzbands (2.4 GHz).
  • IEEE 802.11 a: Erweiterung des Standards um höhere Datenrate (54 Mbps) und ein anderes Frequenzband (5 GHz) mit OFDM.
  • IEEE 802.11 g: Erweiterung des Standards, die ein WLAN beschreibt, das bei 2.4 GHz mit einer Datenrate von 54 Mbps arbeitet.
  • IEEE 802.11 d: PHY-Anpassungen an regionale Regulierungen
  • IEEE 802.11 e: Quality-of-Service (QoS), Priorisierung von Datenpaketen für Multimedia-Anwendungen
  • IEEE 802.11 f: Inter-Access-Point-Protokoll für automatisches Roaming zwischen Access-Points verschiedener Hersteller
  • IEEE 802.11 h: Ergänzung um dynamische Sendeleistungssteuerung (TPC) und automatische Frequenzwahl (DCS/DFS)
    IEEE 802.11 i: Erweiterung für verbesserte Sicherheit und Authentifizierung

IEEE-802.11 setzt zwei Frequenzspreizverfahren ein. Zum einen kann im Rahmen eines Frequency Hoppings die Trägerfrequenz gewechselt werden. Zum anderen wird das Frequenzspektrum durch logische Verknüpfung der Daten mit einer hochfrequenten Bitfolge aufgespreizt. Dadurch sollen schmalbandige Störungen wirkungslos werden.

Mit 11 Mbps Bandbreite arbeitet der erste auf breiterer Front etablierte WLAN-Standard, das IEEE-802.11 b-Funk-LAN, mit einer zum herkömmlichen Ethernet vergleichbaren Geschwindigkeit. Innerhalb von Gebäuden sind den Reichweiten je nach Beschaffenheit der Wände oder Decken aber Grenzen gesetzt. Gemäss dem Standard IEEE-802.11 b für Wireless-LANs bieten die meisten Produkte eine automatische Geschwindigkeitsreduzierung von 11 auf 5.5-/ 2-/1 Mbps sobald die Qualität des Funksignals nachlässt - man nennt das "automatic fallback".

 

IEEE-802.3

Institute Of Electric And Elctronic Engineers

Die IEEE 802.3 Standards befassen sich im weitesten Sinne mit Ethernet und mit den damit in Zusammenhang stehenden Techniken. Ursprünglich verstand man darunter Netzwerke mit Bustopologie, CSMA/CD-Zugriffsverfahren für den Einsatz im LAN-Bereich. Mit dem überwältigenden Erfolg von Ethernet hat sich die Technologie so weiterentwickelt, dass viele der ursprünglichen Eigenschaften nicht mehr ausschliessliche Merkmale sind. An die Stelle der Bustopologie ist heute eine Sterntopologie getreten, CSMA/CD wird durch Switching und voll-duplex-fähige Zugriffe immer weniger verwendet und mit 10 und 100-Gigabit-Ethernet hält Ethernet auch im WAN Einzug. 

Die Unterstandards von 802.3 werden durch kleine Buchstaben am Ende "hochgezählt". Nachdem mit IEEE 802.3z alle Einzelbuchstaben belegt waren, verwendet man jetzt Zweierkombinationen wie zum Beispiel 802.3ae. 

Nicht alle Unterstandards beschäftigen sich mit Verkablungsarten. So beschäftigt sich beispielsweise 802.3q mit Multicasts und 802.3q mit VLAN.

 

IETF

Internet Engineering Task Force   (Internet-Entwickler-Einsatzgruppe)

Eine für jedermann offene Organisation, die aus einzelnen Arbeitsgruppen zu verschiedenen Teilbereichen des Netzes besteht und die sich um technische Detailfragen bemüht.

 

iLink

Die iLink-Schnittstelle ist auch bekannt unter dem Namen FireWire oder IEEE-1394

-> siehe FireWire

 

IMAP

Interim Mail Access Protocol

Ein E-Mail-Protokoll, das dem Client die Bearbeitung der Mails auf dem Server ermöglicht. Auch das Anlegen von Ordnern auf dem Server (Remote Mailboxes) zur Sortierung von Mails ist erlaubt.

IMAP wurde entwickelt, um Nachrichten nur nach Bedarf zu übermitteln. Der Anwender kann - anders als bei POP3 - wählen, welche Daten er tatsächlich auf den eigenen Rechner übertragen will. Dazu werden bei IMAP4 zunächst nur die Kopfzeilen übertragen - Anhänge bleiben zunächst aussen vor. IMAP4 bietet aber noch mehr interessante Merkmale:

  • Es können hierarchische Mailboxen direkt auf dem Server eingerichtet werden
  • Der Zugriff auf verschiedene Mailboxen ist während einer Verbindung möglich
  • Der Anwender kann den Nachrichtenstatus auf dem Server verändern, um so beispielsweise gelesene Mails wieder als ungelesen zu markieren und umgekehrt
  • Ebenso können E-Mails direkt auf dem Server gespeichert, kopiert oder gelöscht werden, ohne diese vorher auf den Client transferieren zu müssen
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil sind direkte Suchoptionen auf dem Server: muss POP3 zunächst alle Nachrichten blind kopieren, erlaubt es IMAP4 vorab zu selektieren. Dies macht gerade bei der oftmals teuren und zumeist langsamen Datenabfrage über Mobilnetze mit PDAs oder Notebooks Sinn.

Bei allen Vorteilen gegenüber POP3 konnte IMAP sich aber leider noch nicht als Internet-Standard etablieren. In erster Linie fehlt es von Seiten der Internet Provider an entsprechenden Servern. Grund dafür sind vermutlich die Ressourcen-intensiven Serveroperationen. Weitaus besser sieht es bei der Serversoftware aus. Alle wichtigen Mailserver unterstützen IMAP, beispielsweise die aktuellen Versionen des Netscape Messaging Server und des Microsoft Exchange Server.

 

Infrarot

Bei der Infrarot-Strahlung handelt es sich um einen Wellenbereich im Farbspektrum, welcher knapp unterhalb des Bereichs der Farben liegt, die wir noch als Farben erkennen können.
Da die rot im Farbspektrum die unterste Farbe ist, die das menschliche Auge noch wahrnehmen kann, hat man aus der Farbe rot und dem lateinischen Wort "infra", was soviel bedeutet wie "unter", das Wort "Infrarot" zusammengesetzt und dies für die Bezeichnung des Wellenbereichs direkt unter jenem der für uns noch sichtbaren Farbe rot eingesetzt.
Die für uns also unsichtbare Infrarot-Strahlung kann also hervorragend für Datenübertragungen genutzt werden. Aber nicht nur das. Spezielle Infrarot-Kameras können, dank Infrarotstrahlern, die für die Kamera wie eine Lichtquelle wirken, auch in der dunkelsten Nacht Bilder aufzeichnen, ohne dass der Aufzeichnungsort für Menschen sichtbar erhellt werden muss!

 

Infrarotgeräte

Unter Infrarotgeräten versteht man grundsätzlich Geräte, welche dank einer integrierten Infrarotschnittstelle in der Lage sind, über Infrarot-Technik mit anderen Geräten zu kommunizieren. 

-> siehe Infrarot

 

Infrarotschnittstelle

"Gerät" zur Kommunikation von PCs und Geräten über die Infrarot-Technik. Häufig sind Infrarotschnittstellen auch in Notebooks oder Computer fest integriert.

-> siehe Infrarot, Schnittstelle

 

In-line Technologie

Bei einem Druckwerk mit In-line-Technologie sind die 4 Druckkassetten hintereinander angeordnet. Die Farben werden in einem Durchgang anstelle von vier Durchgängen aufgetragen. Der Vorteil: die Druckgeschwindigkeit von Ausdrucken in Farbe wird enorm erhöht und der Papierpfad ist ausserdem gerade.
Zu den Nachteilen der "In-line-Technologie" zählen im allgemeinen eine grössere Standfläche des Druckers.

 

Intel

Integrated Electronics

Intel ist seit 1968 marktführender US-Hersteller von Prozessoren aus Santa Clara, Kalifornien.

Andy Grove, Chairman des weltgrössten Chipherstellers Intel, könnte Anfang 2000 eigentlich ganz gelassen sein: In mehr als acht von zehn Personal Computern weltweit steckt ein Mikroprozessor seiner Firma - "Intel inside". An der Dominanz hat auch die Konkurrenz von Herstellern wie AMD nichts grundlegend geändert. In immer höherem Tempo ist der Marktführer in der Lage, schnellere und leistungsfähigere Chips auszuliefern. Doch Gelassenheit ist für Grove (Motto: "Nur die Paranoiden überleben") ein Fremdwort: "Wir befinden uns mitten in einer Umbruchphase. Das Internet bestimmt immer mehr unser Geschäft", sagte der Intel-Senior-Chef Mitte Februar 2000 im Vorfeld des Intel-Entwickler-Forums in Palm Springs (US-Bundesstaat Kalifornien). 

Grove widersprach jedoch der These, durch das Internet werde die Bedeutung des Personal Computers radikal abnehmen. "Das ist das Schöne für uns. Zum Geschäft mit dem PC kommt ein neues Geschäft hinzu. Da gibt es keinen Verdrängungsmechanismus." Das Internet sei inzwischen der Grund Nummer eins, sich einen PC anzuschaffen. 

Von dem Netz-Boom will Intel aber nicht nur durch den Verkauf von Bauteilen für Internet-fähige PCs profitieren. Vielmehr sollen Mikroprozessoren, Netzwerk-Karten und andere Geräte von Intel die Bausteine der Internet-Infrastruktur werden. "Und da viele Firmen gar keine Internet-Rechner mehr selbst betreiben wollen, bieten wir künftig Dienstleistungen aus unseren eigenen Internet-Rechenzentren an", sagte Grove. "Damit verkaufen wir unsere Chips scheibchenweise." Für den Einsatz im Internet ist auch der neue Intel-Hochleistungschip Itanium gedacht, der von Intel auf der Konferenz in Palm Springs erstmals im Detail vorgestellt wird. Der zusammen mit dem Computerkonzern HP unter dem Codenamen "Merced" entwickelte Mikroprozessor bricht mit der Tradition der so genannten x86- Architektur, die seit 1981 die PC-Industrie dominiert. Mit dem Itanium setzt Intel erstmals auf eine leistungsfähigere 64-bit-Struktur. 

Mit den höherwertigen Itanium-Chips versucht Intel auch wieder zu den alten, satten Gewinnmargen zurückzukehren - auch wenn dies nur den Bereich der grösseren Server-Computer betrifft. Im PC-Markt hat vor allem Konkurrent AMD die Preise für Intel verdorben. Nachdem AMD zunächst das untere Marktsegment durch preiswerte Chips attackierte, liefern sich die beiden Hersteller seit Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen am oberen Ende um den Titel "Schnellster PC-Chip der Welt". Anfang Februar hatte sich AMD mal wieder mit einem in Dresden produzierten Athlon mit 1.1 GHz vor Intels Pentium III in Führung gesetzt.

Im Wettbewerb mit AMD setzt Intel auch zwei neue Chips:

Zum einen soll Willamette, ein Pentium-III-Nachfolger, insgesamt leistungsfähiger als AMDs Athlon sein.
Andererseits setzt Intel auf Timna, eine Variante des Einsteiger-Chips Celeron mit verbesserten Grafikfähigkeiten.
Auf die Frage, ob der Erfolg von AMD für die Computerindustrie insgesamt nicht eine positive Entwicklung sei, fiel Grove die Antwort nicht leicht "Ein Wettbewerber ist natürlich für Intel vor allem ein Gegner. Daher kann ich mich über den Erfolg von AMD nicht freuen. Aber jeder Branche tut natürlich ein funktionierender Wettbewerb gut."

 

Interface

Englische Bezeichnung für Schnittstelle.

-> siehe Schnittstelle

 

Interpolation

Interpolation bezeichnet ein Verfahren zur Vergrösserung oder Verkleinerung von Bildern durch Hinzurechnen oder Entfernen von Pixeln. Die Güte des Interpolationsverfahrens entscheidet über die resultierende Bildqualität.

 

Interrupt

Interrupts sind Signale, die Geräte in jedem modernen PC-System an den Prozessor schicken können und dadurch mitteilen, dass sie seine Aufmerksamkeit benötigen. Es stehen insgesamt nur 15 unterscheidbare Quellen zur Verfügung, von denen acht dank PC-Architektur fest belegt sind. Auch Tastatur, serielle und parallele Ports sowie Floppy-Controller belegen exklusiv je eine Leitung. Dadurch lässt sich nur eine begrenzte Menge an Geräten in einem System gleichzeitig nutzen.

Damit sich also die einzelnen Bausteine im Computer zeitlich nicht ins Gehege kommen, müssen sie dem Prozessor mitteilen, dass sie Arbeit für ihn haben. Daraufhin unterbricht der Prozessor das laufende Programm und kümmert sich um das entsprechende Gerät. Wenn zum Beispiel die Maus bewegt wird, wird dies dem Prozessor per "Interrupt ReQuest" (Abkürzung IRQ) mitgeteilt, er unterbricht seine Arbeit und versetzt den Mauszeiger zur entsprechenden Stelle. Danach kehrt er zum laufenden Programm zurück. Dieser Vorgang geschieht so schnell, dass der Anwender davon nichts merkt.

Handelsübliche PCs verfügen über 16 Interrupts (0 bis 15), von denen jedoch mehrere vom System fest belegt sind:

00 - Systemtaktgeber 08 - Echtzeituhr
01 - Tastatur 09 - frei
02 - Interrupt-Controller 10 - frei
03 - serielle Schnittstelle COM2 11 - frei
04 - serielle Schnittstelle COM1 12 - PS/2-Mausanschluss
05 - frei, oft Soundkarte oder LPT2 13 - Koprozessor
06 - Diskettenlaufwerk 14 - primärer IDE-Kanal
07 - parallele (Drucker-) Schnittstelle LPT1 15 - sekundärer IDE-Kanal

 

IP

Internet Protocol

IP gehört zur TCP/IP Protokoll-Familie, einem anerkannten Industriestandard für die Kommunikation zwischen offenen Systemen. Das Übertragungsprotokoll definiert die Regeln und Vereinbarungen, die den Informationsfluss in einem Kommunikationssystem steuern. Hauptaufgabe des IP ist die netzübergreifende Adressierung. Das Protokoll arbeitet nicht leitungs-, sondern paketvermittelt: Sogenannte Datagramme suchen sich über die jeweils verfügbaren Verbindungen ihren Weg zum Empfänger. Fällt also ein Server aus, so werden die Datenpakete über andere Server umgeleitet.

 

IP-Adresse

Eine klassische IP-Adresse besteht aus vier Bytes (IPv4) bzw. vier Quads, die durch Punkte getrennt sind - zum Beispiel 193.96.28.72. Über die Zahlen werden in einem grossen Netzwerk - z.B. im Internet - Ressourcen, wie beispielsweise Computer, Web-Server oder Web-Cams, identifiziert. Üblicherweise adressiert man aber nur programmintern mit IP-Nummern. An der Oberfläche werden üblicherweise Klartextnamen verwendet - so z.B. Domain-Namen wie www.pcwebshop.ch. Die Zuordnung von Namen zu Adressen übernimmt der DNS.

 

IP-Code

International Protection Code

Der aus zwei Ziffern bestehende IP-Code  nach DIN EN 60529 legt folgendes fest:
  1. Den Schutz von Personen gegen den Zugang zu gefährlichen Teilen innerhalb des Gehäuses
  2. Den Schutz des Betriebsmittels innerhalb des Gehäuses gegen Eindringen von festen Fremdkörpern
  3. Den Schutz des Betriebsmittels innerhalb des Gehäuses gegen schädliche Einwirkungen durch das Eindringen von Wasser
Die erste Kennziffer des IP-Codes steht für den Berührungs- und Fremdkörperschutz. Die zweite Ziffer steht für den Schutz gegen das Eindringen von Flüssigkeiten.

Schutzarten durch Gehäuse

Kennziffer: 2 (IPX2) - geschützt gegen Tropfwasser, Gehäuse bis 15° geneigt
Prüfung mit Tropfgerät
Prüflingslage: Gehäuse in 4 festen, 15° geneigten Stellungen
Wasser-Volumenstrom: (3 +0,5/-0) mm/min
Prüfdauer: 10 min (2,5 min für jede Neigung)

Kennziffer: 4 (IPX4) - geschützt gegen Spritzwasser
Prüfung mit Spritzbrause
Wasser-Volumenstrom: (10 ± 0,5) l/min
Wasserdruck: (100 ± 50) kPa
Abschirmung der Strahlen: keine
Prüfdauer: 5 min [1 min/qm; > 5 min]
Prüfung mit Schwenkrohr
Rohrradius r: mm [(200; 400; 600; 800; 1000; 1200; 1400; 1600) mm]
Anzahl Öffnungen N: [12; 25; 37; 50; 62; 75; 87; 100]
Wasser-Volumenstrom q: l/min ± 5% [(0,84; 1,8; 2,6; 3,5; 4,3; 5,3; 6,1; 7,0) l/min]
Schwenkrohrbewegung: ± 180° von der Senkrechten
Prüflingslage: Gebrauchslage
Prüfdauer: 10 min

Kennziffer: 5 (IPX5) - geschützt gegen Strahlwasser
Prüfung mit Strahldüse, Nenngröße 6
Strahldüse: Ø = 6,3 mm
Wasser-Volumenstrom: (12,5 ± 0,6) l/min
Abstand Gehäuseoberfläche - Strahldüse: ca. 3 m
Prüfdauer: 1 min/qm (> 3 min)

Kennziffer: 6 (IPX6) - geschützt gegen starkes Strahlwasser
Prüfung mit Strahldüse, Nenngröße 12
Strahldüse: Ø = 12,5 mm
Wasser-Volumenstrom: (100 ± 5) l/min
Abstand Gehäuseoberfläche - Strahldüse: ca. 3 m
Prüfdauer: 1 min/qm (> 3 min)

Kennziffer: 7 (IPX7) - geschützt gegen die Wirkungen beim zeitweiligen Untertauchen in Wasser
Prüfung durch vollständiges Untertauchen in Wasser
Prüfbedingungen:
  • Eintauchen in Tauchgrube
  • Wasseroberfläche X mm über höchsten Punkt des Gehäuses [> 150 mm] (Geräte > 850 mm)
  • niedrigster Punkt des Gehäuses 1 m unter Wasseroberfläche (Geräte < 850 mm)
Prüfdauer: 30 min
Temperatur des Wassers: Gehäusetemperatur ± 5 K

IPP

IPP steht in Zusammenhang mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen:

IPP 1:
Internet Presence Provider 

Ein kommerzieller Anbieter von Internet-Dienstleistungen. Die am häufigsten angebotenen Leistungen sind die Implementierung von HTML-Seiten für das WWW. Die meisten IPP sind zugleich ISP und POP.

IPP 2:
Internet Printing Protocol 

IPP ist ein bei der IETF entwickeltes Protokoll, das es erlaubt, über das Internet zu drucken. Man erhält damit quasi einen FAX-Dienst sehr hoher Qualität über das Internet. IPP ist in Teilbereichen auch eine Konkurrenz zu Jini.

 

IPSec

Internet Protocol Security

IPSec wird von vielen Seiten als die umfassendste und zugleich vielversprechendste VPN-Technologie für IP-Netzwerke angesehen. So beinhalten die IPSec betreffenden Standards umfassende Sicherheitsfunktionen, die neben Verschlüsselung auch Verfahren zur Authentifizierung und Verwaltung von "Schlüsseln" dienen. Da IPSec ein OSI-Schicht 3 basierendes Protokoll ist, kann IPSec ausschliesslich in IP-Netzwerken eingesetzt werden.

 

IPX

Internetwork Package eXchange

Protokoll der NetWare Protokoll-Suite (Netzwerk- und Transportschicht), das von Novell für lokale Netze (LANs) entwickelt wurde.; das auf allen Novell-NetWare-Netzen eingesetzte Transportprotokoll zum Adressieren der Daten. Ein Netzwerk-PC muss es beim Booten laden und kann mit seiner Hilfe direkt auf den Treiber der Netzwerkkarte zugreifen. Das IPX garantiert jedoch nicht die Zustellung der Daten und den korrekten Empfang der Datenpakete (es arbeitet verbindungslos). Dafür ist das SPX-Protokoll zuständig. IPX wird von Netzwerk-OS wie z. B. NetWare und LANtastic benutzt. Ein Netzwerkprotokoll, Heutzutage können IPX-Datenpakete auch durch TCP/IP-Netzwerke wie das Internet geschickt werden (IP-Tunneling). Dabei werden die Daten auf dem Weg durch ein "fremdes" Netzwerk zusätzlich "verpackt".

IPX/SPX

Internet Packed Exchange / Sequenced Packed Exchange

IPX/SPX ist ein Übertragungs-Protokolle in einem Novell-Netzwerk. Da dieser Standard die Ebenen 2 und 3 des OSI-Modells abdeckt, ist er nicht kompatibel zu TCP/IP.

 

IR

Englisch: Infrared

IR ist die Abkürzung für Infrarot

-> siehe Infrarot

 

IrCOMM

IrCOMM emuliert serielle und parallele Schnittstellen über die IrLMP- und IrLAP-Protokolle. Dadurch will man erreichen, dass viele existierende Anwendungen, die über diese Schnittstellen kommunizieren ohne Änderungen auch über die Infrarotschnittstelle funktionieren. 

Da die emulierten seriellen und parallelen Kabelverbindungen in der Regel Full-Duplex-Verbindungen sind und es sich bei den IrDA-Protokollen ausnahmslos um Half-Duplex-Verbindungen handelt, kann diese Emulation nicht perfekt sein. Die maximale Latenzzeit  beträgt bei IrCOMM 500 ms, so dass es bei zeitkritischen Anwendungen durchaus zu Problemen kommen kann.

Alle emulierten Kabelverbindungen bestehen neben Datenkabeln auch aus verschiedenen Steuerleitungen. Da es bei der Infrarotkommunikation nur genau eine "Leitung" gibt, müssen diese Steuerleitungen durch eine Unterteilung der übertragenen Daten in Datenpakete und Steuerpakete emuliert werden.

 

IrDA

Infrared Data Association

Die IrDA-Schnittstelle:
Die Infrarotschnittstelle namens IrDA, eine Schnittstelle zum Datenaustausch zwischen zwei Geräten, gibt es als so genannte Standard-Schnittstelle (SIR, IrDA 1.0) mit der maximalen Übertragungsgeschwindigkeit einer seriellen Schnittstelle von 115 kbit/s und als Fast-IrDA (FIR, IrDA 1.1) mit bis zu 4 Mbit/s, diese ist aber abwärtskompatibel zur SIR. Die eigentliche Datenübertagung ist zwar unverschlüsselt, aber dies dürfte nur in der Theorie ein Problem darstellen, da zum Datenaustausch die Transceiver relativ exakt und mit Sichtverbindung aufeinander ausgerichtet werden müssen, so, dass ein "Abhören" der Daten in der Praxis kaum möglich ist. Die Reichweite beträgt dabei nur rund 1 m.

Die IrDA-Protokolle:
Die grundlegenden Protokolle des IrDA-Stacks wie IrLAP, IrLMP und IAS regeln die eigentliche Datenübertragung, die Fehlerkorrektur sowie die Kommunikation der einzelnen Geräte untereinander. Die Geräte arbeiten dabei entweder als Master oder als Slave. Es ist prinzipiell auch eine Verbindung von mehreren Geräten mittels der IrDA-Protokolle möglich. In der Praxis sind die Protokolle IrCOMM und IrLPT besonders interessant. Wie unter Windows werden hiermit so genannte virtuelle COM-Ports bzw. ein virtueller LPT-Drucker-Port simuliert, auf welche die Anwendungsprogramme in gewohnter Weise zugreifen können, ohne das weitere Anpassungen der Programme für die Nutzung der drahtlosen Verbindung nötig wären. Entsprechend beliebt ist die Nutzung dieser Möglichkeit. IrOBEX dient speziell der Synchronisation von Daten mit PDAs. Mittels IrLAN können Netzwerk-Verbindungen per Infrarot zwischen Geräten hergestellt werden, wie es sonst mit normalen Netzwerkkarten möglich wäre.

 

Irdeto

Irdeto ist neben Viaccess im digitalen Fernseh-Bereich eines der beiden am häufigsten verwendeten Verschlüsslungssysteme. Ein Irdeto-Modul ist in der d-box (Decoder für digitale TV-Programme) zum Empfang von DF1, Premiere und des Schweizer Teleclub fest eingebaut.

Die Irdeto-Verschlüsslung wird auch von griechischen, italienischen und spanischen Programmanbietern sowie in den Benelux-Staaten genutzt. Obwohl dies technisch möglich wäre, sind Irdeto-Module für die genormte CI-Schnittstelle derzeit nicht verfügbar. Das heisst Irdeto-Module können nur in Kombination mit speziellen, passenden Receivern eingesetzt werden. Der Inhaber der Rechte für die Irdeto-Verschlüsslung ist die der Kirch-Gruppe zuzurechnende Firma "Betaresearch". Die Lizenzpolitik ist vergleichsweise strikt, weswegen Betaresearch auch des häufigeren im Kreuzfeuer der Kritik steht.

 

IrLAP

Infrared Link Access Protocol

IrLAP entspricht der Datenübertragungsschicht (Schicht 2) im OSI-Schichtenmodell und stützt sich auf die bestehenden Half-Duplex-Protokolle HDLC und SDLC.

Eine wichtige Eigenschaft von IrLAP ist das Konzept von primären und sekundären Stationen. Die primäre Station hat die Verantwortung für die Verbindung. Es gibt nur eine primäre Station und eine Sekundäre (bei point-to-point) oder mehrere Sekundäre (bei point-to-multipoint). Alle Übertragungen gehen von oder zur primären Station. Prinzipiell darf jede Station die Rolle der primären übernehmen, sofern sie implementationsbedingt dazu in der Lage ist. Die primäre Station wird beim Verbindungsaufbau bestimmt und bleibt dies bis zum Verbindungsabbruch. Diese Tatsache bleibt allerdings hinter den IrLAP Dienstprimitiven verborgen, so dass sie bei deren Beschreibung keine Rolle spielt.

IrLAP benutzt die meisten der HDLC-Standardrahmenformate. Es gibt unnummerierte (unnumbered) U-Rahmen, Überwachungs (supervisory) S-Rahmen und informations I-Rahmen. U-Rahmen werden für Funktionen wie Verbindungsaufbau und -abbruch oder das Suchen nach anderen Geräten (discovery) benutzt. Mit I-Rahmen werden Informationen von einer Station zur anderen übertragen. S-Rahmen dienen zur Unterstützung der Informationsübertragung, zum Beispiel um ein Datenpaket explizit zu bestätigen (I-Rahmen können andere I-Rahmen implizit ebenfalls bestätigen) oder für die Flusskontrolle.

IrLAP enthält ausserdem Funktionen zum Verbindungsaufbau und -abbruch mit Absprache der Qualität der Verbindung (Übertragungsrate, Timeoutzeiten etc.), zur Ermittlung der Adressen von Geräten in Reichweite und zur Auflösung von Adresskonflikten.

 

IrLMP

Infrared Link Management Protocol

Das IrLMP baut auf der durch IrLAP bereitgestellten zuverlässigen Verbindung auf und ist ein notwendiger IrDA-Layer. Die Funktionen von IrLMP sind folgende:

Multiplexing:
Damit mehrere Verbindungen gleichzeitig auf einem IrDA-Link senden können, muss ein Modell für die Adressierung auf den höheren Schichten vorhanden sein. IrLMP verwendet hierfür den LSAP (Logical Service Access Point) und den LSAP-Selector (LSAP-SEL). Über den LSAP wird ein Service oder eine Anwendung innerhalb des IrLMP (z.B. ein Druckservice) angesprochen. Der LSAP-SEL verweist durch einen Zeiger der Länge 1 Byte auf einen LSAP, wobei 0x00 den IAS Server adressiert und 0x01 bis 0x6F erlaubte LMP Verbindungen darstellen.

Auflösung von Adresskonflikten:
Wenn zwei Geräte die gleiche IrDA-Adresse anmelden, so werden beide Geräte aufgefordert, jeweils eine neue Adresse zu generieren.

IAS, "Yellow Service":
Dieser beschreibt die auf dem jeweiligen Gerät verfügbaren Services. Das kann auch als separater Dienst aufgefasst werden, auch wenn er sehr eng mit dem IrLMP verbunden ist.

IrLMP spezifiziert die LSAP-Dienste als FSM (Finite State Machine, wobei nur die minimalen Anforderungen an die LSAP-Dienste beschrieben werden). DEVICE DISCOVERY ermittelt zusätzliche Informationen über die anderen Teilnehmer bzw. IR-Geräte. CONNECT verbindet Servicedienste des IrLMP miteinander. DATA überträgt Daten in beide Richtungen, und DISCONNECT trennt eine bestimmte IrLMP Verbindungen wieder auf, während andere IrLMP und IrLAP Verbindungen auch weiterhin bestehen bleiben können.

Das IrLMP Frame Format verwendet zwei zusätzliche Bytes, welche die Sende- und Empfangsadresse (jeweils 7-bit), sowie eine Unterscheidung zwischen Kontroll- und Datenfeldern enthalten.

 

IrOBEX

Infrared Object Exchange

IrOBEX ist ein Protokoll, das dazu entwickelt wurde, um Datenobjekte von einem Gerät auf ein beliebiges anderes zu übertragen. In seiner Funktion ähnelt IrOBEX daher sehr dem HTTP, ist aber lange nicht so umfangreich und komplex.

 

IRQ

Interrupt Request

Englische Bezeichnung für Unterbrechungsanforderung.

-> Siehe Interrupt

 

ISA

Industrie Standard Architecture

ISA ist ein von IBM eingeführtes, standardisiertes Bus-System für den AT-Bus - der Klassiker unter den Bus-Systemen: die langen, schwarzen Steckerleisten sind für herkömmliche Einsteck-Karten geeignet und werden in der Regel mit 8.33 MHz betrieben. Plug & Play ist unter Windows nur mit Einschränkungen möglich.

Neue Rechner haben höchstens noch drei ISA-Slots und ansonsten PCI-Slots für den PCI-Bus.

 

ISDN

Integrated Services Digital Network

ISDN bedeutet wörtlich "dienstintegriertes Digitalnetz" und ist also die Bezeichnung für ein digitales Fernsprechnetz, das für normale Telefongespräche, DFÜ, Fax und weitere Dienste, wie zum Beispiel Videokonferenzen, konzipiert worden ist. Er bietet für Endgeräte zwei Basiskanälen, über welche jeweils 64 kbits übertragen werden können, und einen Steuerkanal (D-Kanal), über den mit 16 kbps Informationen wie die Anrufsignalisierung ausgetauscht werden.
ISDN bietet somit eine weit höhere Leistungsfähigkeit als das herkömmliche analoge Fernsprechnetz und ist ein internationaler Standard, auf den alle bisherigen und künftigen Netze überstellt werden sollen. Für grössere Ansprüche gibt es den so genannte Primärmultiplexanschluss, bei dem 30 B-Kanäle zu einer 2 Mbit-Leitung zusammengefasst werden.

 

ISM

Industrial Scientific Medica

Die Nutzung von Frequenzen beziehungsweise Frequenzbändern ist international durch verschiedene Stellen geregelt. Bei drahtloser Netzwerkkommunikation spricht man von ISM-Bändern. Ihr Frequenzumfang ist international festgelegt, jedoch stehen sie nicht überall im gleichen Umfang und dazu noch genehmigungs- und gebührenfrei zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen auch Unterschiede im Umfang der ISM-Bänder: Von Nation zu Nation variieren die nutzbaren Unterbänder. 

Der Einsatz von funkbasierten LANs erfolgt inzwischen in der Regel im 2.4-GHz-ISM-Band, das von IEEE-802.11 festgelegt ist.

 

ISO

International Standardisation Organization

ISO wurde 1946 gegründet und ist eine freiwillige, nicht per Staatsvertrag geregelte, Organisation mit Sitz in Genf, deren Beschlüsse nicht den Charakter international verbindlicher Verträge haben. Sie hat als Ziel, internationale Standards zu schaffen. Stimmberechtigte Mitglieder sind fast alle nationalen normgebenden Institutionen der 89 beteiligten Staaten. Daneben gibt es noch andere Mitglieder mit Beobachter- und Beraterstatus. ISO ist Mitglied der ITU. Im Bereich der Telekommunikation ist ISO für die Entwicklung von OSI verantwortlich.

ISO/OSI-Modell

ISO/OSI-Schicht Funktion
Anwendungsschicht (höchste Schicht) Datenübertragung von Programm zu Programm
Darstellungsschicht Textformatierung und -anzeige Codeumwandlung
Kommunikationssteuerschicht Aufnahme Durchführung und Koordinierung der Kommunikation
Transportschicht korrekte Bereitstellung Qualitätssicherung
Netzwerkschicht Transport-Wegsteuerung Nachrichtenverarbeitung und -übertragung
Sicherungsschicht Codierung Adressierung und Datenübertragung
physikalische Schicht Hardware-Verbindungen

Unter Anderen sind ANSI und DIN auch Mitglieder der ISO.

 

ISP

Internet Service Provider

Mit ISP sind Firmen oder Institutionen gemeint, die Teilnetze des Internets betreiben. Das Internet besteht also aus den Netzen der einzelnen ISPs. Jeder ISP versucht, für einen reibungslosen Austausch mit den Netzen der anderen Anbieter zu sorgen. Lokale Zugangspunkte zum Internet, also die Knoten für die Einwahl zum Ortstarif, betreiben in der Regel die PoPs.

 

ITU

International Telecommunication Union

Offiziell veröffentlicht die ITU nur Empfehlungen, während die ISO die definierten Standards publiziert. Da die ITU aber eine UNO-Organisation ist, sind ihre "Empfehlungen" viel verbindlicher als die ISO-Standards. Wer international Telekommunikationsdienste anbieten will, muss sich de facto an ITU-Empfehlungen halten. Die Übernahme von ISO-Standards unterliegt dagegen der Freiwilligkeit der Betroffenen.

Der Vorläufer der ITU wurde schon 1865 gegründet, um den internationalen Telegraphenverkehr zu normieren. 1947 wurde es eine Behörde der UNO. Von 1956 bis Februar 1993 war der Name des heutigen ITU: CCITT - Comité Consultatif de Télegraphique et Téléphonique = Consultative Committee for International Telegraph and Telephone.

 

 

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