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D

D/A-Wandler

Digital Analog Wandler

Bezeichnet ein Gerät zum Umwandeln von digitalen in analoge Signale oder umgekehrt (A/D-Wandler). Solche sind beispielsweise auf jeder Soundkarte enthalten. Sie haben die Aufgabe, digitalisierte Musik, die zum Beispiel von der Festplatte geliefert wird, auf analog umzuwandeln, damit die angeschlossenen Lautsprecher diese wiedergeben können. Auch an vielen anderen Orten, wie zum Beispiel der Telefonie oder der Unterhaltungselektronik werden Digital-Analog-Wandeler eingesetzt.

 

DAT

Digital Audio Tape

Eigentlich beinhaltet der mittlerweile eingebürgerte Name DAT nur die Bezeichnung der speziellen Kassette, die in einem DAT-Recorder verwendet werden kann. Der ursprüngliche Name R-DAT weist auf den rotierenden Tonkopf hin. In der Konstruktionsweise ist ein DAT-Gerät mit einem VHS-Videorecorder in Kleinstausführung vergleichbar. Das DAT-Format arbeitet mit 16 bit (neuste Modelle mit 24 bit) und Sampling-Raten von 32, 44.1 und 48 kHz, neuerdings ebenfalls mit 96 kHz. Dass sich das DAT nicht wirklich breit durchsetzen konnte, verdanken wir nicht zuletzt der Musikindustrie, die zwei Jahre lang den Verkauf von DAT-Recordern verhindern konnte. Grund: Die ersten DAT-Geräte hatten keinen Kopierschutz und öffneten dadurch der Musikpiraterie Tür und Tor, denn digitale Daten in CD-Qualität können verlustfrei kopiert werden (mittlerweile wurde dieses Argument durch MP3 und das Internet zumindest relativiert).

Als dann die DAT-Recorder mit eingebautem Kopierschutz (SCMS) endlich auf den Markt kamen, waren sie immer noch relativ teuer und fanden ihren Weg vorwiegend in die Heimstudios. Die professionellen DAT-Geräte, einige Modelle sind auch zu SMPTE synchronisierbar, mussten keinen Kopierschutz aufweisen. Sie unterscheiden sich von den Consumer-Versionen durch AES/EBU-Anschlüsse (Consumer = S/PDIF), eine stabilere Konstruktion, erweiterte Software-Funktionen und oft bessere Wandler. Durch den Preisverfall der CD-R und der CD-RW wurde das DAT noch weiter in eine Nischenposition gedrängt.

 

Datenrate

Die Datenrate bezeichnet die Geschwindigkeit einer Datenübertragung. Sie wird meistens in bits pro Sekunde (oder kbps / Mbps) angegeben.

 

Datex-P

Data Exchange packedswitched

Seit 1980 bestehendes Datenübertragungsnetz der Deutschen Bundespost / Telekom, bei dem mit Datenpaketen gearbeitet wird. (folgt dem Standard: x.25). Die Daten mehrerer Teilnehmer werden gleichzeitig und getrennt in kleinen Einheiten (Paketen) übers Netz übertragen. Damit kann das Netz besser ausgelastet werden.

 

dB

dB steht für dezi-Bel und ist ein dimensionsloses, logarithmisches Verhältnismass. D.h. das mit dB (ohne weitere Angabe) nur das Verhältnis einer Leistung im Vergleich zu einem anderen Gerät, Antenne o.ä. angegeben wird.
Antennengewinne werden i.d.R. im Vergleich zu einem Dipol angegeben, dann nennt sich das Verhältnismass dBD. Alternativ gibt es den Vergleich zu einem idealisierten, isotropen Strahler (Kugelstrahler), dann lautet die Angabe dBi. Grob vereinfacht kann man sagen das dbD+2=dBi ergibt.
Desweiteren taucht noch der Begriff dBm auf. Hier bezieht sich die relative Leistungsangabe auf den Standardwert von einem Milliwatt (1 mW). 0 dBm entsprechen 1 mW, 3dBm entsprechen 2mW, 20dBm entsprechen 100mW.

Übersicht Faktoren:
dB Gewinn Verlust
1 1,259 0,794
2 1,585 0,630
3 ~2 ~0,5
6 ~4 ~0,25
9 ~8 ~0,125
10 10 0,1
20 100 ~0,01

Um die tatsächlich abgestrahlte Leistung (EIRP) zu berechnen geht man wie folgt vor:

  • Sendeleistung des Gerätes (in dBm)
  • minus Verluste des Kabels und aller Steckverbinder, Blitzschutz usw. (in dB)
  • plus Antennengewinn (in dBi)
  • ergibt die ungefähre EIRP.

 

dB(A)

Abk. für ein Dezibel, entsprechend einem Zehntel Bel. Es bezeichnet das Mass für den Schalldruck auf unser Gehör. Bei der Messung von dB(A)-Werten wird ein Frequenzfilter hinter ein Mikrofon geschaltet, der so ausgelegt ist, dass er die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs annähernd berücksichtigt. Jede Zunahme des Schalles um etwa 10 dB(A) empfinden wir als Verdoppelung der Lautstärke. So sind etwa 35 dB(A) Mittlungspegel übliche Hintergrundgeräusche in einem Haus. 75 dB(A) entsprechen dem Schallpegel eines starken Stadtverkehrs am Strassenrand und 110 dB(A) dem Lärm von militärischen Düsenflugzeugen bei direktem Überflug in Tiefflugstrecken. Darüber liegende Werte können für den Menschen schon kurzfristig gesundheitsschädlich sein.

 

DDNS

Dynamic Domain Name Server

Normalerweise funktioniert der DNS nur mit statischen IP-Adressen - das heisst einem Namen ist eine IP-Adresse fest zugewiesen. Wer Internet-Angebote über eine Wähl-Leitung (z.B. ISDN, DSL) verfügbar macht hat das Problem der dynamischen IP-Adressen. Bei jeder Einwahl ins Internet weist der Provider dem Anschluss eine neue Adresse zu. Mit DDNS ist es dennoch möglich, im Internet immer unter www.<meine_seite>.ch präsent zu sein, obwohl sich die zugehörige IP-Adresse dauernd ändert.

 

DDR

Double Data Rate RAM

Als die viel diskutierte und von Intel unterstützte Rambus-Technik Mitte 1999 Probleme mit der Marktreife bekam, setzten Chiphersteller wie Hitachi, Hyundai oder IBM wieder auf die Weiterentwicklung von SDRAM in Form der DDR-Speichertechnik. Während herkömmliche SDRAM-Module 1999 bei einem 133 MHz FSB einen Datendurchsatz von 1.1 GB pro Sekunde leisteten, waren DDR-Module doppelt so schnell. Möglich wurde dies durch einen relativ simplen Trick: Die Daten-bits werden bei der ab- und aufsteigenden Flanke des Taktsignals übertragen, statt wie bisher nur bei der aufsteigenden. Erste Boards und Speicherchips kamen Ende 1999 auf den Markt.

Gegenüber der von Intel favorisierten Direct-RDRAM-Lösung hat DDR einige Vorteile: Die Hersteller benötigen keine neuen Produktionsmaschinen und DDR ist ein offener Standard, dessen Spezifikationen im Internet offen liegen. Lizenzgebühren an Intel oder Rambus werden also nicht fällig.

Der DDR-Nachfolger, DDR2, soll Transferraten von 3.2 GB pro Sekunde bringen.

DDR2

Mit der Entwickung von DDR2 ist ein tatsächlicher Fortschritt gelungen, auch wenn man auf den ersten Blick für einen höheren Preis keine verbesserte Performance erhält. Von einer höheren Performance wird man aber spätestens bei DDR2 667 (333 MHz) profitieren können. Fortschritte sind aber erkennbar, da die DDR2-Bausteine höher getaktet werden können und weniger Strom verbrauchen. Dies wirkt sich auch positiv auf die Wärmeentwicklung aus.

 

DDS

Digital Data Storage

Ein Datensicherungs-System mit
DAT-Technologie und nebenstehenden Spezifikationen:

   Datentransfer-Rate Kapazität je Medium ohne Kompression
DDS-1   183-366 kB/s 1.3 bis 2.0 GB
DDS-2   500-600 kB/s 2 - 4 GB
DDS-3   bis zu 1 MB pro Sekunde bis 12 GB
DDS-4   bis zu 4 MB pro Sekunde 20 GB (kompatibel zu den anderen DDS Standards)

 

DDSS

Double Dynamic Suspension System

DDSS II ist der verbesserte Nachfolger des ursprünglichen, von ASUS entwickelten Double Dynamic Suspension System. Die DDSS-Technologie soll die vom Antriebsmotor erzeugten Schwingungen minimieren und so Resonanzen zwischen den Komponenten sowie zwischen Laufwerk und PC-Gehäuse weitgehend vermeiden.
Mit DDSS II ist eine noch präzisere Kopfpositionierung und Fokussierung möglich, sodass Geräuschabgabe und Vibrationen des auf hohen Drehzahlen laufenden Antriebsmotors reduziert werden.

 

Decoder

Ein Decoder stellt eine Software (Decoder-Software) oder ein Gerät dar, das ein verschlüsseltes (codiertes Signal) für eine weitere Verarbeitung wieder entschlüsselt.
Beispielsweise ist das Dolby Digital Surround Signal auf einer DVD digital codiert, also verschlüsselt. Dies wird deshalb gemacht, dass der Inhalt der 6 Kanäle des Dolby Digital Signals in ein einziges, digitales Signal eingebunden werden kann, welches natürlich viel weniger Platz als 6 einzelne Kanäle beansprucht.
Durch einen Decoder, also quasi einen "Übersetzer", wird das digitale Signal wieder in die 6 analogen Toninformationen umgewandelt.
Auch zur Datenübertragung werden Verschlüsselungen verwendet damit kein Unberechtigter die übertragenen Informationen "abhören" kann. Dies kann man an einem einfachen Beispiel verbildlichen:
Annahme: Es sind zwei Personen in einer Gruppe von Leuten, die nur eine Sprache verstehen. Die beiden Personen kennen jedoch nicht nur diese "Gruppensprache" sondern noch eine andere, "fremde". Nun fängt die erste Person Informationen aus der Gruppe in der "Gruppensprache" auf, übersetzt (codiert) diese in die "fremde" Sprache, erzählt sie in dieser Sprache der zweiten Person, welche wiederum die Information in die Gruppensprache zurückübersetzt (decodiert).
Eine solche Verschlüsselung wird auch als Codec bezeichnet und stellt eigentlich in unserem Beispiel die "fremde" Sprache dar. Das Gegenteil des Decoders ist der Coder. Er ist für die Verschlüsselung des Signals zuständig.

 

DES

Data Encryption Standard   (Datenverschlüsselungs-Standard)

Ein von IBM entwickeltes Verschlüsselungssystem von 1974, das von 1977 bis 2000 von der US-Regierung als offizielles Datenchiffriersystem eingesetzt wurde. In einer symmetrischen Verschlüsselung werden Blöcke zu je 64 Bits mit einem 56-bit-Schlüssel codiert. DES ist weitverbreitet, wurde allerdings schon einmal geknackt als in einer Gemeinschaftsaktion Anfang 1998 zehntausende Computer in aller Welt über das Internet eine DES-chiffrierte Nachricht in mehreren Wochen entschlüsselt haben.

 

DeskNote

Desktop Notebook

Wie der Name schon sagt: eine Mischung zwischen Desktop-PC und Notebook. DeskNotes sind Desktop-Replacement Notebooks ohne Akku, bzw. mit externem Akku. Sie sind deshalb portabel, aber zum unterwegs arbeiten weniger geeignet. Sie sind die ideale Lösung für Leute, die an verschiedenen Orten mit dem gleichen PC arbeiten wollen und an diesen Orten jeweils Stromanschluss besitzen. Der Verzicht auf den Akku macht die Desknotes günstiger, verglichen mit echten Notebooks.

http://www.pcchipsusa.com/prod-desknote.asp

 

DFÜ / DFÜ-Netzwerk

Datenfernübertragung / Datenfernübertragungs-Netzwerk

Ist Sammelbegriff für den Datenaustausch zwischen zwei Rechnern über eine grössere Entfernung, zum Beispiel zwischen einem Architekten in Deutschland und einem Fachingenieur in der Schweiz. Die Übertragung erfolgt unter anderem über das Telefonnetz und das Internet.
Im LAN-Bereich wird dieser Begriff nicht verwendet. Hier spricht man einfach von "Datenübertragung".

DFÜ-Netzwerk:
Es ist Bestandteil vom Betriebssystem Windows. Es vereint Computer per Modem oder ISDN-Karte miteinander zu einem Mini-Netzwerk über eine grössere Distanz. Es wird auch dazu benutzt, Online-Dienste anzuwählen. Voice-Funktionalität, Faxübermittlung und Eurofile-Transfer sind nicht möglich.
Das DFÜ-Netzwerk ist eine Möglichkeit für Windows-Anwender, eine Verbindung zum Internet herstellen zu können.

 

DHCP

Dynamic Host Configuration Protocol

Das DHCP weist den angeschlossenen Clients aus einem festgelegten Bereich von IP-Adressen automatisch eine IP-Adresse zu und spart so viel Konfigurationsarbeit bei grösseren Netzen. Neben einer IP-Adresse erhält ein Client auch zusätzliche Informationen, etwa die Adresse des Gateways und die Adresse eines zuständigen DNS.

Das TCP/IP ist ein beliebtes, aber oftmals auch ein schwer zu konfigurierendes Protokoll. In grossen Netzen - speziell im Internet - haben Administratoren mit der Vergabe von IP-Adressen zu kämpfen, weil des öfteren Clients umziehen, ausscheiden oder hinzukommen. Um die Adressvergabe und Parametereinstellung zentral verwalten zu können, hat die Internet Engineering Task Force (IETF) das DHCP entworfen, das drei Verfahren anbietet:

  • Bei der automatischen Adressvergabe wählt der DHCP-Server für den Rechner bei der ersten Anmeldung eine beliebige, aber dauerhafte IP-Nummer aus.
  • Die dynamische Verfahrensweise vergibt bei jedem Login eines Rechners beliebige, temporäre IP-Kennungen. Benötigt der Client die Adresse nicht mehr, gibt er sie zurück. Der DHCP-Server kann sie dann einem anderen Rechner zuteilen.
  • Schliesslich erlaubt die manuelle Konfiguration dem Administrator, einem Rechner explizit eine bestimmte IP-Adresse zuzuweisen. DHCP wird in diesem Fall nur als Transportmedium verwendet.

Microsoft lieferte eine der ersten kommerziellen Implementationen mit Windows NT 3.51 aus. Für OS/2 und natürlich diverse Unix-Versionen sind ebenfalls entsprechende Server und Client verfügbar. Neben der einfacheren Konfiguration der Clients und der Möglichkeit, mobilen Rechner problemlos in unterschiedlichen Netzen zu betreiben, lassen sich in einem DHCP-Netz Fehler einfacher lokalisieren, da die Konfiguration des Netzes, geht es um die Adressen, primär von der Konfiguration des DHCP-Servers abhängt. Ausserdem lassen sich unter Umständen Adressbereiche effektiver nutzen - schliesslich ist es nur zu oft so, dass keineswegs alle Hosts gleichzeitig im Netz aktiv sind, so dass je nach Bedarf IP-Adressen nacheinander an verschiedene Hosts vergeben werden können.

 

DHTML

Dynamic HTML

JavaScript-basierende Erweiterung für HTML, die mit der sogenannten Layertechnik (Netscape) bzw. "sichtbaren / versteckten div's" (Netscape, IE und Opera) arbeitet: In Abhängigkeit von bestimmten "Ereignissen" (Mausbewegungen, Mausposition etc.) ändert sich das Aussehen der angezeigten Seite "dynamisch", das heisst ohne dass die Seite neu geladen werden muss.

DHTML wird zur Zeit (Ende 2003) vom Internet-Explorer ab Version 5.x (Windows), Netscape ab 4.5 (Windows / Linux / Solaris) und vom Opera ab 5.1x (Windows / Linux / Solaris) unterstützt; und dies auch noch völlig unterschiedlich, so dass man den Code für jeden Browser getrennt schreiben muss - mehrfache Arbeit.

-> siehe auch HTML

 

DIMM

Dual In-Line Memory Modules

Englische Bezeichnung für ein Speichermodul mit zwei Kontaktreihen.
Mit SIMM und DIMM werden verschiedene Bauarten von Speichermodulen beschrieben. SIMM-Module sind Bausteine mit einer Zugriffszeit zwischen 60 und 70 ns. DIMM-Module (meistens SDRAM) sind 168-polige Bausteine mit einer Zugriffszeit zwischen 8 und 12 ns.

-> siehe RAM

 

DIN

Deutsches Institut für Normung   und   Deutsche Industrie-Norm

Gilt als Grundlage für die Standards bei vielen Produkten aus der Industrie.

 

Direct3D

Direct3D bezeichnet eine 3D-Software-Schnittstelle (3D-API) von Microsoft für Windows, welche auf DirectDraw aufbaut.

 

DirectDraw

Die DirectDraw-Schnittstelle wurde von Microsoft spezifiziert, um Software oder Geräte-Treibern unter Windows einen geordneten und schnellen Zugang zum Bildspeicher zu ermöglichen. Die Bildinformation wird direkt in den Bildspeicher der Grafikkarte übertragen und von dieser dargestellt.

 

DirectX

DirectX ist Microsofts interaktive Medien-Technologie für Windows, welche die DirectDraw, Direct3D, DirectSound, DirectInput und DirectPlay APls beinhaltet und Software-Entwicklern eine breite Grundlage von hardware-unabhängigen Diensten bietet. DirectX dient als eine Art Dolmetscher (Schnittstelle) zwischen dem Betriebssystem und spezifischer Multimedia-Hardware. Dort sorgt DirectX dafür, das spezielle Funktionen im grafischen und akustischen Bereich den jeweiligen Windowsanwendungen wie zum Beispiel einem Spiele zur Verfügung stehen.

Die DirectX-Technologie:

  • ermöglicht die Entwicklung von hoch optimierten interaktiven Anwendungen
  • unterstützt die Multimedia- und Grafikprogrammierung
  • bietet dem Entwickler ein direktes Interface zur Hardware ohne ihn mit hardware-spezifischen Problemen zu belasten

 

DiSEqC

Digital Satellite Equipment Control

DiSEqC ist ein vom Receiver geliefertes Steuersignal. Es wird zur Ansteuerung der Verteilelektronik von Satellitenanlagen vor allem dann erforderlich, wenn von Astra und Hot-Bird digitale und analoge Programme empfangen werden sollen. Darüber hinaus kann DiSEqC Drehanlagen steuern, usw.

DiSEqC braucht man, wenn man zwei oder mehr Sat-Positionen ansteuert (z.B. Astra und Hotbird).

 

DivX

Was MP3 für die Musikindustrie, das ist DivX für die Filmbranche: Mittels dieser Technologie lassen sich nämlich Videodateien so stark komprimieren, dass sie bequem über das Internet verschickt werden können. DivX basiert strukturell auf dem MPEG-4 Video Standard und entsprechend kodierte Filme (in der Regel AVI-Dateien) können mit Hilfe eines passenden Codecs in gängigen Video-Bearbeitungs- und -Wiedergabe-Programmen editiert und angezeigt werden. Es gibt Codecs für alle wichtigen Betriebssysteme wie Windows, Linux, MacOS und BeOS.

Mit DivX ist vermutlich die grösste Hürde für die Videobearbeitung am PC genommen worden, denn mit DivX steht ein ausreichend gutes Kompressionsverfahren zur Verfügung, um einen kompletten MPEG-2-DVD-Film auf eine CD-R zu brennen, um einen Zwei-Stunden-Kinofilm in passabler Qualität über normale CDs zu distributieren. Durch DivX kann die Dateigrösse eines DVD-Films um das 10- bis 12-fache reduziert werden, so dass sich ein sechs GB grosser Film auf relativ schlanke 700 MB und weniger schrumpfen lässt. Die Qualität bleibt dabei deutlich über VHS-Standard.

Die Erfinder von DivX behaupten, einen Microsoft-Codec für MPEG-4 geknackt zu haben. Microsofts erste Implementierung von MPEG-4 ist seit Windows 98 auf jedem Windows-PC installiert und beschränkt die maximale Datenrate auf 256 kbps. Für ein ruckelfreies Video in ansprechender Qualität ist das zu wenig. Durch den Hack wurde die Erhöhung der Bitrate auf bis zu 6000 kbps möglich! Doch eine so hohe Bitrate ist gar nicht notwendig: 600 kbps sind völlig ausreichend. Zudem wird vor der eigentlichen Frame-Codierung ein Weichzeichner eingeschaltet. Dieser ist nötig, da MPEG-Verfahren bei hohen Kontrastsprüngen für ein scharfes Bild mehr hochfrequente Signale und damit hohe Datenraten benötigen. Stehen diese nicht zur Verfügung, entstehen im Bild unansehnliche Artefakte, denen der Weichzeichner entgegen wirkt.

Für die Weiterentwicklung von DivX soll (will) der französiche Hacker Jérome Rota (alias Gej) verantwortlich sein. Mit dem Anfang 2001 eingerichteten Open-Source-"Project Mayo" bzw. "OpenDivX" wurde von ihm die Weiterentwicklung kanalisiert und gezielt vorangetrieben. Die dafür eingerichtete Webseite - www.projectmayo.com - bietet entsprechend umfangreiche Angebote für Entwickler, Programmierer und Ideengeber. Und es scheint zu funktionieren, denn schon kurz nach Eröffnung des Forums bekam die DivX-Version v3.11 alpha einen Nachfolger mit der Version 4.0 alpha47. Und der nächste DivX-Nachfolger - "DivX Deux" - soll noch leistungsfähiger sein.

Dazu gesellen sich Entwickler, die an weiteren Video-Komprimierungsverfahren arbeiten. Besonders erwähnenswert ist (Anfang 2001) z.B. "3ivX": Diese DivX-Weiterentwicklung soll bei bis zu 60% höherer Kompression eine noch bessere Bildqualität erzielen.

Allerdings müssen DivX-Dateien immer mit der Version abgespielt werden, mit der sie komprimiert wurden, da auch die neueren DivX-Codecs nicht mit ihren älteren Versionen kompatibel sind.

Mit DivX lassen sich übrigens nur die Bilder eines Videos bearbeiten - nicht jedoch der Ton. Dafür wird meist das bewährte MP3-Format hinzugezogen. Es gibt bereits etliche Programme, die sich DivX bedienen, um DVD-Filme in DivX-Dateien umzuwandeln.

 

DLP

DLP (Digital Light Processing) ist eine Technologie, die in Video-Projektoren und Rückenprojektions-Fernsehern verwendet wird. DLP ist eine eingetragene Marke von Texas Instruments (TI) und wurde von ihnen entwickelt. TI ist zur Zeit auch der einzige Produzent dieser Technologie.

Die DLP-Technologie basiert auf mikroskopisch kleinen Spiegeln welche auf einem DMD-Chip (Digital Micromirror Device) angebracht sind. DMD-Chips mit einer XGA-Auflösung von 1024x768 beinhalten ca. 786000 Spiegel. Mittlerweile sind auch DMD-Chips mit einer SXGA-Auflösung von 1280x1024 erhältlich. Sie beinhalten ca. 1.3 Millionen Spiegel welche jeweils kleiner als ein fünftel der Breite eines menschlichen Haares sind, und sich elektronisch ansteuern lassen. Durch die Neigung der einzelnen Mikro-Spiegel auf dem DMD-Chip wird die Helligkeit des entsprechenden Bildpunktes beeinflusst. Das Licht wird entweder direkt zur Optik reflektiert oder zu einem Absorber geleitet. Dabei seien bis zu 1024 Helligkeitsabstufungen zwischen Voll-An und Voll-Aus möglich.

Dank des direkteren Lichtweges im Vergleich zur LCD-Technik und keiner Polarisierung des Lichts werden höhere Ausgangslichtleistungen erreicht als bei einem LCD-Projektor. Vergleicht man das Bild eines DLP-Projektors mit jenem eines LCD-Projektor fällt einem die weichere Rasterung des Bildes auf, was sich positiv auswirkt. Dank des großen Neigungswinkels der Mikro-Spiegel werden hohe Kontrast-Werte erzielt. Ältere 1-DMD-Chip-Projektoren zeigen aber einen Regenbogen-Effekt wenn sich Bilder rasch ändern oder der Kopf rasch bewegt wird. Dabei werden die Grundfarben an den Konturen des Objekts sichtbar was störend wirkt.

  

DMA

DMA hat zwei unterschiedliche Bedeutungen:

DMA 1:
D
irect Memory Access

Direct Memory Access bedeutet direkter Speicherzugriff. Dies ist ein Datenübertragungsverfahren, bei dem der Datentransfer zwischen Systemkomponenten ohne die Hilfe der CPU erfolgt.

DMA 2:
D
ocument Management Alliance

Die Document Management Alliance ist ein Zusammenschluss von Unternehmen der DMS-Branche, der sich bemüht, Standards für die Branche zu entwickeln. Diese Standards gewährleisten die Interoperabilität zwischen verschiedenen DMS-Systemen. Anwender können somit einheitlich auf die DMS-Dienste verschiedener Hersteller zugreifen.

 

DMI

Desktop Management Interface

DMI ist eine Spezifikation der DMTF für Steuerung und Verwaltung einzelner Hard- und Software-Komponenten eines Computers.
Ziel des Desktop Management Interface ist es, eine möglichst einfache Plattform für Software-Agenten bereitzustellen, mit denen sich alle Hard- und Software-Komponenten eines Computers beschreiben lassen. Diese Informationen können Anwendungen auswerten und damit Hinweise auf den Zustand und notwendige Gegenmassnahmen bei Problemen mit den vorhandenen PCs geben. Vorgesehen ist auch, dass die Managementanwendungen über DMI die einzelnen Komponenten direkt ansteuern können, um Wartungsarbeiten oder Korrekturen durchzuführen.

Dafür definiert DMI einen Service Layer, der alle Informationen über die einzelnen Komponenten sammelt. Er verwaltet sie in einer MIF-Datenbank. Damit der Service Layer überhaupt eine Komponente bearbeiten kann, muss der Hersteller ein entsprechendes MIF-File mitliefern. Darin sind Angaben darüber enthalten, welche Parameter abgefragt und unter Umständen auch neu gesetzt werden können. 
Das Component Interface ist dabei die Schnittstelle zwischen Service Layer und den einzelnen Hard- und Software-Modulen, während das Management Interface für die Kommunikation zwischen Service Layer und Management-Anwendung sorgt.

DMI soll im Unterschied zu SNMP also gerade die Client-PCs bis hin zur individuellen Benutzeroberfläche verwaltbar machen. Insofern bilden SNMP und DMI sich ergänzende Module einer integrierten Management-Lösung.

-> siehe SNMP

 

DMS

Document Management System

Wie es sich für unser Informationszeitalter gehört, werden wir mit Informationen solcher massen überhäuft, dass eine sinnvolle Bewältigung dieser Flut nur noch durch IT möglich ist. Zu diesen Informationen zählen Daten aus dem Internet, Daten aus dem internen Firmenbereich (Intranet) sowie Daten aus dem persönlichen Bestand und liegen strukturiert oder als unstrukturierte Textfluten vor.
Spider oder Crawler eignen sich zur Volltextsuche im Internet oder auf dem heimischen Rechner. Newsgroups, Internet-Foren und Webverzeichnisse stellen den Ausgangspunkt für WEB-Recherchen dar.
Die systematische Aufbereitung der Daten, Integration von Arbeitsabläufen (workflow) und weitere Funktionalitäten geht jedoch weit über das einfache retrievel hinaus!

Unter anderem liegen die Anforderungen an das DMS in folgenden Punkten:

  • Datenbankgestützte Verwaltung von Dokumenten 
  • mehrfache Zuordnung 
  • Schlagwortverwaltung 
  • Versionsmanagement 
  • Content Retrival (automatische Verteilung des Posteinganges und Zusammentragung eines Organizational Memory) 
  • Workflow- und Groupwarefumktionalität 
  • automatische Klassifikation 
  • Archivierung 

Klassische Dokumentenmanagementsysteme fragen den Anwender jedes Mal, wenn sie ein Dokument registrieren sollen, nach Verfasser, Kategorie und weiteren Attributen der betreffenden Datei. Dabei kann es sich um Stichwörter, Versionsbezeichnungen oder andere Merkmale handeln, die im Dokument selbst vielleicht gar nicht enthalten oder nur schwer zu erkennen sind.

 

DMTF

Desktop Management Task Force

DMTF ist eine Herstellervereinigung zur Entwicklung von Standards für das Systemmanagement (http://www.dmtf.org). Gegründet 1992, sind inzwischen in der DMTF über 200 Firmen Mitglied, darunter Intel, IBM, Microsoft, SunSoft, Novell, SCO, Compaq, Hewlett-Packard und Dell.

-> siehe auch DMI

 

DMZ

demilitarized zone

Unter DMZ versteht man ein "Grenznetzwerk" (ein entkoppeltes, isoliertes Teilnetzwerk), das zwischen ein zu schützende Netz (z.B. ein LAN) und ein unsicheres Netz ( z.B. das Internet) geschaltet wird.

Auch wenn man in der Praxis häufig die Firewall-Funktionalität in das Internet-Gateway integriert, fungiert eine Firewall ausschliesslich als Filter, ohne weitere Dienste zu übernehmen: Das externe Ende der Firewall führt (über eine zweite Netzkarte) zu einem Router, der dann die Internet-Anbindung herstellt. Der Vorteil der Trennung von Router und Firewall ist zum einen eine erhöhte Sicherheit - ein Angreifer von aussen muss zwei Hürden überwinden -, zum anderen lassen sich zwischen Router und Firewall Rechner mit freiem Internet-Zugang anschliessen:

Ein solches "Grenznetz" ist vor allem dann sinnvoll, wenn man dem Internet auch Serverdienste anbieten möchte, die aus Sicherheitsgründen nicht auf dem Firewall laufen sollten - schliesslich können sich mit jedem zusätzlichen Server auf dem Firewall neue Sicherheitslücken einschleichen.

-> siehe auch Firewall, Router

 

DNS

Domain Name Service   oder   Domain Name Server   oder   Domain Name System

DNS ist ein dezentraler Dienst, der Rechner-Namen bzw. Internet-Adressen im Klartext (z.B. www.pcwebshop.ch) und IP-Adressen (z.B. 209.204.209.212) einander zuordnet. Für jeden Server beziehungsweise für jedes LAN mit Internet-Anschluss, muss ein DNS-Server diese Informationen verwalten. Sobald eine Seite im Internet angewählt wird, fragt der Browser zuerst einen Domain Name Server. Dieser meldet die entsprechende numerische Adresse zurück, worauf der Browser eine direkte Verbindung zu IP-Adresse aufbauen kann.

Nur damit es nicht verloren geht... In der Biologie steht DNS übrigens für "Desoxyribonukleinsaeure", die Substanz der Erbinformation.

 

Dolby

Die Dolby Laboratories ist eine Firma, welche sich auf die Entwicklung von Ton- und Soundsystemen spezialisiert hat. Am bekanntesten sind "Dolby B" und "Dolby C", die bei fast jedem Kassettenrecorder das Rauschen verringern sollen. Weitere Entwicklungen, wie die weit bekannten Surround-Standards wie Dolby Surround Pro Logic und AC-3 stammen ebenfalls aus dem Hause Dolby.

 

Dolby Digital

Dolby Digital ist ein praktisches und kostengünstiges Verfahren zur Digitaltonwiedergabe im Filmtheater, das keine zusätzlichen CDs benötigt. Der sechskanalige Digitalton befindet sich direkt auf der 35 mm Filmkopie, und zwar in Form von Datenblöcken auf den Perforationsstegen. Eine vierkanalige analoge Dolby Surround Tonspur von hoher Qualität ist ebenfalls auf der Kopie, und diese kann deshalb in allen Filmtheatern wiedergegeben werden.

Der Film läuft durch den Projektor, dessen Tongerät die Tonspuren liest. Das Tongerät besteht aus zwei Lichtquellen (Leuchtdioden), deren Licht durch die analogen, bzw. digitalen Tonspuren hindurch auf zwei lichtempfindliche Bauteile scheint, die Licht in elektrische Signale umwandeln. Die Digitaltoninformation wird von einem Dolby Digital Kinoprozessor dekodiert, und die sechs Kanäle werden dann über Leistungsverstärker auf die im Kino installierten Lautsprecher übertragen.

Während die analogen, vierkanaligen Dolby Tonformate nur einen Surroundkanal wiedergeben, liefert Dolby Digital den Surround Links und Surround Rechts an zwei getrennte Lautsprechergruppen an der hinteren Wand und an den jeweiligen Seitenwänden. Zusätzlich gibt es noch einen Subwooferkanal für den Tiefenbass.

 

Dolby Pro Logic II

Pro Logic II ist ein dramatisch verbessertes Matrix-Surroundsystem, das auf den gleichen Prinzipien beruht wie die ursprüngliche Dolby Pro Logic-Decodierung aus den 80er Jahren. Das ursprüngliche Pro Logic arbeitet mit vier Kanälen: den Front-Kanälen links und rechts, dem Center-Kanal und einem Mono-Surroundkanal, der meistens über zwei Lautsprecher im hinteren Teil des Hörraums wiedergegeben wird. Die
Übertragungsbandbreite des Surroundkanals ist begrenzt; ein Teil der hohen Frequenzen wird nicht wiedergegeben. Pro Logic II verbessert den Klang deutlich, mit separaten Stereo-Surroundkanälen, die den gesamten hörbaren Frequenzbereich übertragen, und mit einer wesentlich verbesserten Steuerlogik, die eine hohe Kanaltrennung und ein aussergewöhnlich stabiles Klangbild garantiert.

 

DOM

Document Object Model

Das DOM legt fest, welche Komponenten eines Dokumentes beispielsweise für eine Programmiersprache zugänglich sind:

  • Die Programmiersprache regelt dabei, wie der Zugriff erfolgt
  • das DOM gibt vor, was zugreifbar ist

Hinter jeder Sprache, die etwa im Web-Browser die Client-seitige Behandlung von HTML-Dokumenten ermöglicht, steckt implizit ein Document Object Model. Und dadurch ist es beispielsweise möglich per Java-Script ein Bild gegen ein anders auszutauschen.

 

Domäne

Eine Domäne ist eine organisatorische Einheit zur Verwaltung von Hosts in grösseren Netzwerken. Zu unterscheiden sind die DNS-Domänen des Internets von den Microsoft-Domänen.

In einem Netz aus mehreren PCs, die nur mit der Workstation-Version von Windows NT ausgestattet sind, geht es schnell drunter und drüber: Damit sich ein Benutzer anmelden kann, muss in der lokalen Benutzerdatenbank des jeweiligen PCs ein Konto für ihn existieren. Dasselbe gilt, wenn ein Benutzer über das Netz auf ein freigegebenes Verzeichnis zugreifen möchte - auch dann braucht er ein Konto auf dem jeweiligen PC. Man kann sich das Leben in einem solchen Netz erheblich vereinfachen, wenn man einen Server aufsetzt, der als so genannter Domänen-Controller arbeitet. 
Der Domänen-Controller stellt dann allen Workstations im Netz eine gemeinsame Benutzerdatenbank zur Verfügung. Darin sind die Benutzer erfasst und je nach Bedarf in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Die Workstations werden, damit sie auf diese Datenbank zugreifen können, in die Domäne eingefügt - dadurch entsteht eine Bindung untereinander und an den Server (Domänen-Controller). Ein neuer Mitarbeiter muss dann nur noch einmal am Domänen-Controller erfasst werden. Es kann nicht mehr vorkommen, dass ein Benutzer auf verschiedenen Systemen womöglich unterschiedliche Passwörter hat. Die Domänenadministratoren bekommen dadurch ausserdem automatisch das Recht, die Workstations zu verwalten.

Zur Lastverteilung und Fehlerabsicherung kann es mehrere Domänen-Controller geben. Einer, der primäre Domänen-Controller (PDC), dient dabei als als zentrale Quelle, die die anderen Backup-Domänen-Controller (BDC) mit Änderungen usw. versorgt. Fällt der PDC aus, kann man einen der BDCs zum PDC erklären. Um auch grossen Installationen gerecht zu werden, hat Microsoft das Konzept der Vertrauensstellung zwischen Domänen eingeführt (trusted relationship). Dabei vertraut eine Domäne den Benutzern einer anderen. 
Da es keine Strukturierungsmöglichkeiten für Domänen gibt, die Vertrauensstellungen mehrerer Domänen untereinander aber schnell in ein undurchsichtiges Gestrüpp ausarten, will Microsoft dieses Konzept in Windows 2000, dem NT-Nachfolger, verändern. Dort soll es eine Art Hierarchie geben, die sich an den DNS-Domänen und Subdomains orientiert, wie sie im Internet gebräuchlich ist, etwa "baulinks.de" und "fassaden.baulinks.de". Bei NT 4 haben die Domänen aber mit den Internet-Domains nichts gemein. 
NT 4 verwendet sogar ein eigenes Namensschema, um die im Netz gebräuchlichen (IP-)Adressen der Systeme mit lesbaren Namen zu versehen. Das hat nichts mit dem im Internet gebräuchlichen Domain Name Service (DNS) zu tun. Stattdessen kommen in etwas grösseren Netzen meist so genannte NetBIOS-Nameserver zum Einsatz. Die Microsoft-Implementierung heisst `Windows Internet Naming Service´ (WINS) und dürfte mit Windows 2000 allmählich aussterben. Samba bringt ebenfalls eine WINS-Implementierung mit. Derselbe Computer kann dabei durchaus einen unterschiedlichen NetBIOS- und TCP/IP-Namen haben - man erspart sich aber einigen Ärger, wenn man die Rechnernamen in beiden Namensschemata gleich wählt.

 

Doppler-Effekt

Als Doppler-Effekt, benannt nach dem Physiker Christian Doppler, wird die Tatsache bezeichnet, dass Schall träge ist und sich bewegende Schallquellen, je nach Richtung ihrer Bewegung, in ihrer Tonhöhe auf Grund der unterschiedlichen Geschwindigkeiten verändern.

Als Beispiel dient das Martinshorn eines Rettungswagens - was sicherlich jeder schon mal gehört hat. Fährt der Wagen auf einen zu, erklingt das Horn höher und schneller, als wenn der Wagen von einem wegfährt. Diese Tatsache rührt daher, dass der Schall eine Geschwindigkeit von ca. 340 m pro Sekunde aufweist. Bewegt sich das Fahrzeug mit 100 km/h auf einen zu, was ca. 27.8 m pro Sekunde entspricht, so wird der Schall des Horns entsprechend "zusammengedrückt" und erscheint uns daher höher. Umgekehrt, wenn der Wagen mit 100 km/h von uns weg fährt, wird der Schall "auseinandergezogen" und erscheint uns dann tiefer.

 

DOS

Disk Operating System

Jeder Computer, der mit Speichermedien arbeitet, benötigt ein Disk Operating System, um Dateien lesen und schreiben zu können.

-> siehe MS-DOS

 

 

DoS-Attacken

Denial of Service

DoS bedeutet soviel wie etwas unzugänglich machen oder ausser Betrieb setzen. Technisch passiert dabei folgendes: Bei DoS-Attacken wird ein Server gezielt mit so vielen Anfragen bombardiert, dass das System die Aufgaben nicht mehr bewältigen kann und im schlimmsten Fall zusammenbricht. Auf diese Art wurden schon bekannte Web-Server wie zum Beispiel Amazon, Yahoo und eBay mit bis zur vierfachen Menge des normalen Datenverkehrs massiv attackiert und für eine bestimmte Zeit für normale Anfragen ausser Gefecht gesetzt.

Die Programme, die für DoS-Angriffe genutzt werden, sind mittlerweile sehr ausgefeilt und die Angreifer sind nur schwer zu ermitteln, weil sich der Weg der Daten verschleiern lässt. Möglich sind einige der Attacken durch Bugs und Schwachstellen von Programmen, Betriebssystemen oder Fehlimplementierungen von Protokollen.

Dothan (Intel Prozessor)

Zweite Generation des zur Centrino-Spezifikation zählenden Notebook-Prozessors Pentium M. Einführungsdatum: Frühjahr / Sommer 2004. Im Unterschied zum Vorgänger (Banias) verfügt er über einen auf 2 MB verdoppelten Level-2-Cache. Die Schaltgeschwindigkeit soll 25% höher sein, bei gleichzeitig geringerer Abwärme. 

Double Layer

Eine DVD-Spezifikation. Eine Double Layer DVD ist z.B. eine DVD-9 oder DVD-18 bei der zwei Schichten auf einer DVD-Seite zusammengeklebt wurden um die Laufzeit zu erhöhen. Dies bedeutet aber auch einen Layerwechsel, den der Laser bei der Wiedergabe durchführen muss. Verdoppelt den Speicher gegenüber einer Single-Layer-DVD.

-> Siehe DVD

 

dpi

dots per inch

Punkte pro Zoll ist eine Masseinheit für die Auflösung, zum Beispiel bei Druckern, Scannern oder Bildschirmen. Je höher dieser Wert ist, desto feinere Details können dargestellt bzw. erfasst werden und desto grösser wird die entsprechende Datenmenge und der damit verbundene Verwaltungs- und Verarbeitungsaufwand.

Heutige Bildschirme besitzen eine Auflösung von 70 bis 100 dpi, Drucker zwischen 600 und 1440 dpi, gängige Scanner erreichen Auflösungen von 300 dpi bis zu 2400 dpi und höher. Gedruckte Zeitschriften können Auflösungen von 1000 dpi und mehr besitzen; hieraus ist auch ersichtlich, warum die Lesegeschwindigkeit am eher schlecht auflösenden Bildschirm sehr viel geringer ist. Zu bemerken ist, dass die DPI-Auflösung nicht unbedingt die effektive Auflösung darstellen muss: Werden Farben über eine bestimmte Rastermethode dargestellt, kann die nutzbare Auflösung sehr viel geringer sein. Dieser wird in lpi gemessen und liegt bei 100-120 lpi für Zeitungen und bis 180 lpi bei Zeitschriften.

 

DRAM

Dynamic RAM

Beim dynamischen Schreib-/Lesespeicher müssen die Ladungen zyklisch mit einem sogenannten Refresh-Impuls immer wieder aufgefrischt werden, um die Daten in den Speicherzellen zu halten. Der Nachteil: Die Zugriffszeit durch Refresh-Vorgang und Wartezeiten des Prozessors liegt höher als beim SDRAM. Der Vorteil: DRAM ist kostengünstig, erwärmt sich weniger und hat durch seine einfachere Struktur eine höhere Integrationsdichte.

Hochfliegende Pläne hat Samsung: Das Unternehmen will mit 0.13-Mikron-Technik 4-GB-DRAM-Chips fertigen. Die Chips mit 500 MB Speicherkapazität gehen zwar erst in zehn Jahren in die Massenproduktion. Die Technik lässt sich laut Hersteller jedoch auch bei bestehenden Produkten - etwa den preisgünstigen 16-MB-DRAM-Chips einsetzen.

 

DRDRAM

Direct Rambus Dynamic RAM

-> siehe Rambus

 

DSL

Digital Subscriber Line

DSL bietet eine Technologie, um das Internet mit 1.5 Millionen bits pro Sekunde über Kupferleitungen (!) zu betreiben.

Compaq, Intel und Microsoft hatten sich in den 90er Jahren mit dem grossen U.S.-amerikanischen Telefon-Anbieter GTE sowie mit vier der sogenannten Bell-Unternehmen (d.h. allen bis auf Bell-Atlantic) zusammengeschlossen, um eine Technologie zu entwickeln, die den Internet-Zugang mit einer Geschwindigkeit von 1.5 Millionen bits pro Sekunde ermöglichen. Die neuen ultraschnellen Modems nutzen normale Telefonleitungen, bleiben aber ununterbrochen mit dem Internet verbunden, ohne dass man einen Dienste-Anbieter anwählen muss; Sprachverbindungen über dieselbe Leitung bleiben nach wie vor möglich.

 

DSP

Digital Signal Processor

DSP-Prozessoren sind echte Rechenknechte wie z.B. der Mitte 1998 vorgestellte 32-bit DSP von Analog Devices mit einer Milliarde Rechenoperationen pro Sekunde. Diese sehr schnellen Chips werden zum Beispiel für Anwendungen eingesetzt, bei denen eine leistungsfähige Signalverarbeitung im Vordergrund steht: Telefonie, Radar- und Sonartechnik, Audio-Anwendungen, 3D-Grafik und Bildverarbeitung. DSP-Prozessoren eignen sich auf Grund Ihrer Bauweise besonders für die digitale Signalverarbeitung und erfreuen sich - ähnlich wie ihre "Brüder", die Microcontroller - einer stetigen Nachfrage durch die Industrie.

 

DSTN

Double Super Twisted Nematic

Bei dieser Bildschirm-Technik für Notebooks erfolgt die Pixelansteuerung spalten- und zeilenweise. DSTN-Displays sind langsamer und kontrastärmer als die ebenfalls passiven HPA-Bildschirme und die aktiven TFT-Displays.

-> siehe auch: LCD

 

DTD

Document-Type-Definition

Jedes dem SGML-Standard entsprechende Dokument gehört einem bestimmtem Typ an. Ein Dokumenttyp hat eine eindeutige hierarchische Struktur und einen festgelegten Satz an zur Verfügung stehenden Tags. Die Deklaration von Struktur und Tags wird in der DTD vorgenommen. Mit der DTD wird also die Syntax und Semantik der Auszeichnungssprache für diesen Dokumenttyp festgelegt. Dadurch entfällt die Notwendigkeit für jede neue Auszeichnungssprache einen neuen Interpreter schreiben zu müssen.

 

DTP

DeskTop Publishing

Erstellen von druckfertigen Dokumenten mit dafür speziell entwickelter Software. Desktop Publishing - abgekürzt DTP - ist der Oberbegriff für das Verfahren, mit Hilfe eines Personal Computers und ergänzender Hard- und Software Texte zu erfassen, layoutmässig zu bearbeiten und für eine Vervielfältigung vorzubereiten.

 

DTS

Digital Theater Sound

DTS ist ein optionales Audio Format auf DVDs. Es bietet bis zu 8 Kanäle (7.1 Kanäle), eine Abtastrate von 48 kHz und eine Datenrate von bis zu 768 kbps. Das Format wurde eigentlich nie ein offizielles Audio Format für DVD-Filme, ist jedoch heute auf fast jeder DVD zu finden. Mit dem Film "Jurassic Park" wurde es erstmals im Kino eingesetzt. 

-> siehe Surround

 

DTV 

Digital Television

Kombination verschiedener Vorgaben, die in den USA als Standard für die Ausstrahlung digitaler Fernsehprogramme (terrestrisch, also über Antenne, oder per Satellit) dient. DTV erlaubt zahlreiche Qualitätsstufen und Signalvarianten. Bestimmende Größen innerhalb des US-DTV-Standards sind: Zeilen- und Pixelzahl, Seitenverhältnis und Bildfrequenz. Zudem wird noch unterschieden, ob Bilder im Zeilensprungverfahren oder Zeile für Zeile (progressiv) übertragen werden.
Die genauen technischen Regulierungen für DTV wurden vom Advanced Television Systems Commitee (ATSC) erarbeitet. In den USA gibt es bereits Produkte, die auf die DTV-Anforderungen abgestimmt sind.
DTV soll mittelfristig NTSC als Sendestandard in den USA ganz ersetzen und ablösen.

  

Dual Core

Im Jahr 2005 kündigten Intel und kurz darauf auch AMD die Entwicklung von Dual-Core-Prozessoren an. Ein Dual-Core-Prozessor vereint zwei Kerne auf einem Chip, die Verarbeitung paralleler Prozessoren wird dadurch erheblich beschleunigt.

Als erste Produkte gelangten der Intel Pentium D und der AMD Athlon64 X2 auf den Markt.

 

Dual-DVI

Vergleichbar mit Dual-VGA, dank 2 DVI-Schnittstellen an der Grafikkarte können aber 2 DVI-Monitore angeschlossen werden.

 

DualHead

Grafikkarte mit 2 Monitor-Anschlüssen, VGA oder DVI.

 

Dual-VGA

Ähnlich wie bei DualHead können 2 Monitore mit VGA-Anschluss mit der Grafikkarte verbunden werden. Jedoch kann nur 1 DVI-Monitor angeschlossen werden, da nur 1 DVI-Schnittstelle vorhanden ist.

 

Duplex

Duplex hat unterschiedliche Bedeutungen in der Kopierer- und Druckerwelt. Einerseits wird damit bei Druckern und Kopierern der doppelseitige Druck bezeichnet, hierzu wird eine Duplex-Einheit benötigt, welche das Blatt nach dem ersten Bedrucken wendet.
In der "früheren" Welt des Druckes war Duplex die Bezeichnung für einen zweifarbigen Druck. Um dies anschaulich zu beschreiben könnte man sagen, eine s/w-Vorlage wird mit ein paar Tricks zweifarbig gedruckt, um das Bild plastischer wiederzugeben. Heute ist dies allerdings nur noch selten zu sehen, da es vom Farbdruck an sich überholt ist. Zur künstlerischen Gestaltung wird aber immer noch davon Gebrauch gemacht.

-> siehe auch Full-Duplex

 

DV

Digital Video

DV ist ein Digitaler Videostandard für den semiprofessionellen Bereich. Beim DV-Format werden die Videodaten DCT komprimiert mit einer festen Datenrate von 25 Mbps aufs Band geschrieben, was einem Kompressions-Faktor von ca. 1:5 entspricht. Das Videosignal wird mit 625 Zeilen in 4:2:0 kodiert, das Audio-Signal wird bei 2 Kanälen mit 16-bit und 44,1 kHz oder bei 4 Kanälen mit 12-bit und 32 kHz kodiert. Die Kassetten können auch einen Chip enthalten, auf welchen Daten, wie Zeitinformationen und Datum, zur Aufnahme gespeichert werden. Für den professionellen Bereich wurde die Technik mit den Formaten DV-CAM und DV-PRO optimiert.

 

DVB

Digital Video Broadcast

Dieser Standard wurde ursprünglich für die Übertragung von digitalem Fernsehen und Rundfunk entwickelt. Ziel des Standards ist es, ein einheitliches Format für unterschiedliche Übertragungswege zu definieren. Das DVB-Verfahren ist bereits nahezu flächendeckend in Europa für Satellitenstrecken (DVB-S) sowie in Breitbandkabelnetzen (DVB-C) im Einsatz. 
Seit Anfang 2000 wurde zudem das DVB-T Verfahren erprobt (Digital Video Broadcast Terrestrial), das seit Ende Oktober 2002 DVB-T in Berlin-Brandenburg, dem weltweit ersten Ballungsraum, in dem der Umstieg auf die digitale terrestrische Übertragung realisiert wurde auch regulär eingesetzt. Die Verwendung der terrestrischen Übertragung digitaler TV-Signale erlaubt den Einsatz von sehr kleinen Antennen an den Empfangsgeräten. Darüber hinaus ist dieses Verfahren optimal für den breitbandigen Datenverkehr in mobilen Anwendungen geeignet.

 

DVD

Digital Versatile Disc 

Die 12 cm grosse Disc ähnelt der herkömmlichen CD sehr stark. Allerdings ist die Aufzeichnungsdichte wesentlich grösser (kleinerer Spurabstand; die "Pits" und "Lands", welche die Informationen auf eine CD bzw. DVD speichern, wurden verkleinert), weshalb zunächst, anstatt der üblichen 700 MB auf einer CD, über 4.8 GB auf eine DVD-Schicht passt. Eine weitere Erhöhung der Kapazität wird dadurch erreicht, dass mehrere Datenschichten auf eine DVD aufgebracht sein können: Es können beide Seite der DVD Daten enthalten (Disc muss dann gewendet werden), zusätzlich lassen sich pro Seite zwei Datenschichten aufbringen. Die erste Datenschicht ist dabei halbtransparent, so dass die Laser-Abtasteinheit gezielt eine der beiden Datenschichten lesen kann (durch Änderung der Fokussierung). Allerdings fasst in diesem Fall die äussere Schicht nicht mehr ganz 4.8 GB.

Die zum Abspielen des neuen Formats notwendigen DVD-Player (Abspielgeräte) wurden auf der Internationalen Funkausstellung 1997 von nahezu allen namhaften Herstellern erstmals vorgestellt und kamen 1998 auch in der Schweiz für weniger als 1'000 Franken auf den Markt.

Konfus stellte sich die Situation bei der DVD als Speichermedium für Personal Computer dar. Zwar ist man sich über den Standard für das Nur-Lese-Medium DVD-ROM schnell einig gewesen, doch bei der wiederbeschreibbaren DVD wurde der Zukunftsmarkt vorerst in die drei Lager "DVD-RAM", "DVD+RW" und "DVD-RW" gespalten ­ es drohte ein Systemkrieg wie ehedem zwischen VHS, Video2000 und Betamax.

Im Mai 2004 kamen erstmals Brenner für DVD-9 (Double Layer DVD) auf den Markt. 

Die verschiedenen DVD-Typen sind an ihrem Namen leicht zu erkennen (einige der wichtigsten zur Verständlichkeit): 

  • DVD-5: ca. 5 GB, eine Seite, eine Schicht

  • DVD-9: ca. 9 GB, eine Seite, zwei Schichten [ Mehr zur Double Layer-Technologie (englisch)]

  • DVD-10: ca. 10 GB, zwei Seiten, eine Schicht pro Seite

  • DVD-18: ca. 18 GB, zwei Seiten, zwei Schichten pro Seite

Discformat DVD-RW DVD-R DVD+RW DVD-RAM
Befürworter/Hersteller Pioneer, ferner Sharp, JVC, Kenwood, u.a. Pioneer Philips, ferner Sony, Thomson, Yamaha, u.a. Panasonic, ferner Samsung, Toshiba, u.a.
Vom DVD-Forum anerkannt? Ja Ja Nein Ja
max. Kapazität 4.7GB 4.7 GB 4.7GB 4.7 GB
9.4GB (zweiseitig bespielbar) 9.4GB (zweiseitig bespielbar)
Reflexionsrate 18% - 30% ? 18% - 30% 12% - 25%
Bildformate Mpeg-2 Echtzeit Mpeg-2 Echtzeit Mpeg-2 Echtzeit Mpeg-2 Echtzeit
Tonformate Dolby Digital (Stereo) ? Dolby Digital/Mpeg (Stereo) Dolby Digital (Stereo)
Mehrfach bespielbar? Ja Nein Ja Ja
Nachbearbeitung möglich? Ja (VRF) Nein Nein Ja (VRF)
Abspielbar auf heutigen Playern? nur ohne Nachbearbeitung Ja Ja Nein

Unterschiede DVD-RW/DVD+RW:

Bei diesen Formaten handelt es sich um zwei fast identische Techniken. Die Unterschiede liegen in erster Linie in der Kompatibilität zu heutigen Playern und damit verbunden in den Möglichkeiten der Videonachbearbeitung (Schnitte) auf der DVD selbst. 

Um die Schnitte auf der DVD-RW zu ermöglichen, musste Pioneer den Befehlssatz der gewöhnlichen DVD um einige Schnittanweisungen erweitern. Die Erweiterung nennt sich Video Recording Format (VRF). Damit lassen sich beispielsweise unschöne Werbeblöcke aus Spielfilmen entfernen. Die Kompatibilität zu bisherigen DVD-Playern bleibt durch den Einsatz des VRF allerdings auf der Strecke. Damit dem nicht grundsätzlich so ist, kann der Besitzer eines DVD-RW-Recorders selbst entscheiden, ob er das VRF einsetzt. So können auch auf DVD-RW-Recordern DVSs gebrannt werden, die kompatibel zu den Playern von heute sind - allerdings entfallen dann natürlich die praktischen Möglichkeiten zur Video Nachbearbeitung. Da die DVD-RW vom DVD-Forum abgesegnet ist, kann sie sich mit dem original DVD-Logo schmücken. 

Philips geht bei der DVD+RW einen anderen Weg. Um die Kompatibilität der DVD+RW zur bisherigen DVD-Video zu erhalten verzichtet man kurzerhand auf eine direkte Scheidmöglichkeit auf der Scheibe. Wenn man mit DVD+RW einen Film nachbearbeiten will, so ist das nur mit Hilfe eines entsprechend ausgestatteten Computers möglich. Das Problem der DVD+RW: sie wurde vom DVD-Forum nicht anerkannt - damit kann sie sich nicht mit dem offiziellen DVD-Logo schmücken.

-> siehe auch: DVD-R, DVD-RAM

 

DVD-Audio

DVD eröffnet zudem die Perspektive, im heimischen Wohnzimmer nicht nur Filme, sondern auch reine Musikproduktionen in perfektem 6-Kanal-Sound erklingen lassen zu können. DVD-Audio ist mit der Audio CD (16 bit/44 kHz) vergleichbar, arbeitet jedoch mit höherer Auflösung und Sampling-Frequenz (bis zu 24 bit/192 kHz).

-> siehe auch: DVD

 

DVD-Authoring

Unter DVD-Authoring versteht man die Produktion eines DVDs, dies beinhaltet Videoschnitt, Vertonung und interaktive Menüerstellung bis hin zur fertigen DVD.

 

DVD-R, DVD-RW

Die aus dem Profibereich schon lange bekannte DVD-R findet jetzt auch den Weg in Konsumerrecorder. Die DVD-R ist ein einmal beschreibbares Medium, das zuerst maximal 3.9 GB pro Seite und ab Herbst 1999 dann 4.7 GB Speicherkapazität pro Seite besitzt. Im Mai 2001 brachte Mitsumi dann eine DVD-R auf den Markt, die 9.4 GB speichern kann. Die doppelte Speicherkapazität wird durch Ausnutzung der zweiten Seite der DVD-R möglich. Dies bedeutet jedoch auch, dass die DVD umgedreht werden muss, wenn sie voll beschrieben werden soll.

Die ersten Laufwerke fanden sich in Computern von Apple, Pioneer war ebenfalls einer der ersten Lieferanten von Laufwerken für PC-Anwendungen.

Der Nachteil der DVD-R: sie besitzt einen Kopierschutz, der das Kopieren von Kauf-DVDs verhindert. Daher ist die DVD-R für Videofilmer gedacht, die ihre selbstgefilmten Videos in optimaler Qualität und unter Hilfe eines Schnittcomputers aufzeichnen möchten. 
Die DVD-R kann mit Datenstrukturen der Formate DVD-Video, DVD-Audio oder DVD-ROM beschrieben werden.

DVD-RW ist die wiederbeschreibbare Variante von DVD-R.

-> siehe auch: DVD, DVD-RAM, DVD+RW

 

DVD-RAM

Die relativ wenig bekannte DVD-RAM ist eine beschreib- und löschbare DVD-Technik, die von Hitachi, Panasonic und Toshiba unterstützt wird. Dieser Standard kennt einseitige Discs mit einer Schicht (4.7 GB) sowie mit zwei 2 Schichten (9.4 GB). Gegenüber den Minus- und Plus-Formaten bietet DVD-RAM folgende Vorteile:

  • Echtes Löschen von Passagen ist möglich
  • Ermöglicht Timeshifting

Es gibt zwei Arten von DVD-RAM Medien:

  • Type 1 Media : Die Disc kann nicht aus der Cartridge entnommen werden.

  • Type 2 Media : Die Disc kann entnommen werden. (Bild)

Die DVD-RAM ist vollständig inkompatibel zu bisherigen Playern - das liegt allein schon am Aufbau: sie wird in einer Cartridge verpackt (ähnlich wie die Minidisc) und passt damit in kein gewöhnliches DVD-Laufwerk.
Auch die Datenstruktur auf der DVD-RAM unterscheidet sich grundsätzlich von der auf einer herkömmlichen DVD. Zum einen kann auch auf DVD-RAM das VRF verwendet werden, vor allem aber werden die Daten hier wie auf einer Festplatte verwaltet. Es existieren einzelne Datenbereiche, die unabhängig voneinander bespielt, gelöscht oder verändert werden können. Damit ist die DVD-RAM ein sehr schnelles Computermedium höchster Güte. 
Selbst die physikalische Struktur der DVD-RAM ist anders als die der anderen Discformate: hier findet ein sogenanntes Wobbled-Land-Groove-Recording Anwendung. Im Gegensatz zum sonst verwendeten Groove-Recording muss die Abtasteinheit ständig zwischen unterschiedlich hohen Datenschichten hin- und herspringen. Das erfordert teure Abtastmechanismen. 

Dass sich die DVD-RAM im Heimkinobereich als Aufnahmemedium durchsetzen wird ist eher unwahrscheinlich. Allerdings tendieren die grossen Computerkonzerne fast ausnahmslos zur DVD-RAM - wegen der hervorragenden PC-Eignung. Daher könnte die DVD-RAM über das Computerhintertürchen grosse Marktbedeutung erlangen.

-> siehe auch: DVD, DVD-R, DVD+RW

 

DVD+R, DVD+RW

Ein Konsortium - die "DVD+RW Alliance" - aus Hewlett Packard (HP), Philips und Ricoh hat auf der Comdex im November 2000 Prototypen eines DVD+RW-Rekorders vorgestellt. Mit Laufwerken nach diesem Standard sollen sich wiederbeschreibbare DVDs erstellen lassen, die von nahezu jedem handelsüblichen DVD-ROM oder DVD-Player gelesen werden können. Sony, Mitsubishi/Verbatim und Yamaha sagten daraufhin die Entwicklung entsprechender Speichermedien zu.
Bereits auf der Cebit 2000 hatte das Konsortium einen ersten Prototypen eines Ricoh-Modells gezeigt. Die beteiligten Unternehmen hatten damals serienreife Produkte für Ende 2000 angekündigt.

Ähnlich wie CD-RW-Laufwerke können die neuen DVD-RW-Laufwerke sowohl mit Medien umgehen, die nur einmalig beschreibbar sind, als auch mit solchen, die mehrmals beschrieben werden können. DVD-RWs bieten mit 4.7 GB eine Speicherkapazität, die der von etwa sieben CD-ROMs entspricht.
Der Unterschied zum DVD-RAM-System besteht darin, dass solche DVDs auch in gängigen DVD-ROM-Laufwerken und Standalone-Playern abspielbar sind. (DVD-RAM-Laufwerke waren zwar früher auf dem Markt, konnten sich aber nicht auf dem Massenmarkt durchsetzen.) 

Für den Nutzer bieten diese Laufwerke die Möglichkeit zum Überspielen und Archivieren von VHS-Videos, die Aufnahme eigener Videos per digitaler Videokamera oder das Abspeichern von Datenmengen, die für CD-ROMs  zu gross sind. Das Kopieren urheberrechtlich geschützter Filme will die Allianz allerdings verhindern: In alle DVD-RW-Laufwerke soll ein elektronischer Mechanismus integriert werden, der Raubkopien von Werken verhindert, die mit dem Kopierschutz CSS versehen sind. 

Damit Medien nicht durch einen Buffer-Underrun zerstört werden, soll wie bei vielen CD-Brennern das Schutzsystem "Just Link" in die Geräte integriert werden.

Für DVD+R gelten die gleichen Spezifikationen, ausser dass die Rohlinge nur einmal beschrieben werden können.

-> siehe auch: DVD, DVD-R, DVD-RAM

 

DVI

Das Digital Video Interface ist der Standard zur digitalen Signalübertragung zwischen Grafikkarte und Monitor.

Der DVI-Stecker kann unterschiedlich belegt sein: DVI-A führt nur analoge Signale, DVI-D nur digitale und DVI-I (für integriert) beide. Das RGB-Analogsignal liegt, falls vorhanden, auf vier Pins ober- und unterhalb des breiten Massepins, das digitale entweder auf 18 (Single Link) oder 24 Pins (Dual Link) daneben.

Das DVI-Interface wurde 1999 von der DDWG erarbeitet. Unter den Teilnehmern der Gruppe befinden sich etliche wichtige Player des PC-Business wie Intel, Compaq, Fujitsu, HP, IBM und NEC.

DVI nutzt das von Silicon Image entwickelte Signalübertragungsverfahren PanelLink, das die Basis für das Transition Minimized Differential Signaling (TMDS) bildet. Die Datenübertragung kann bei DVI über zwei Kanäle erfolgen, wodurch auch Auflösungen grösser als UXGA (1600x 1200 Pixel) beziehungsweise grössere Bandbreiten übertragen werden können. Denn schliesslich sollen über die neue Schnittstelle zukünftig auch CRTs angesteuert werden. 

Durch DVI könnte der Analog-Digital-Converter auf der Grafikkarte entfallen, der Computer wäre frei von analogen Schaltungsteilen. Anschliessend wären die Grafikchips deutlich leichter auf dem Mainboard zu integrieren - ein Schritt, den Intel & Co sicher begrüssen würden.
Während der Wandler in digitalen LCDs überflüssig ist, müssten die Monitorhersteller den Analog-Digital-Converter in den CRTs unterbringen. Der Bildqualität schadet das nicht: Es gelangen sehr saubere und vor allem definierte Videosignale an den Monitoreingang, die aufwendige Logik zur Synchronisation entfällt, und die CRT-Hersteller können die für ihre Bildschirme optimalen analogen Signalen generieren. 

Das komplett digitale Monitor-Interface wird die Entwicklung von Low-Cost-PCs und Computern für spezielle Anwendungen deutlich vorantreiben - alles integriert, alles digital ist eben einfacher und billiger.

DVI hat noch andere Bedeutungen:

  • Device Independent
    Dies bezeichnet eine Technologie, die beispielsweise vom Text-/DTP-Programm LaTeX respektive TeX unterstützt wird und unabhängig vom Ausgabegerät immer den gleichen Output produziert.
    TeX liefert als Ausgabe eine sogenannte DVI-Datei, die man sich mit einem Previewer wie xdvi ansehen oder zum Beispiel mit dvips auf einem Drucker ausgeben kann. In einer DVI-Datei ist unabhängig von Ausgabegerät und Rechnerplattform kodiert, welches Symbol in welcher Grösse an welcher Stelle welcher Seite stehen soll. Bis auf winzige Verschiebungen, die auf verschiedenen Computern aufgrund abweichender Zahlenformate auftreten können, liefert TeX auf allen Systemen identische DVI-Dateien. Das bei Windows-Textverarbeitungen gefürchtete Umformatieren eines Textes bei der Ausgabe auf einem anderen Drucker ist unter TeX dank DVI unbekannt.
  • Des weiteren bezeichnet DVI ein Hardware-/Software-System von RCA, General Electric und Intel, die Komprimierung von digitalem Video und Audio für Mikrocomputer implementiert. 
 

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